«Es sind drei Einsprachen eingegangen»: Geringer Widerstand gegen Wohnungen und Gewerbeflächen auf dem Egnacher Thurella-Areal

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs sollen rund 700 Wohnungen entstehen. Nach Ablauf der Einsprachefrist für einen Teil davon ist klar: Das Vorhaben steht nicht wahnsinnig in der Kritik. Gemeindepräsident Stephan Tobler ist zuversichtlich, dass man mit den Einsprechern eine Lösung finden kann.

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Gemeindepräsident Stephan Tobler auf dem Thurella-Areal.

Gemeindepräsident Stephan Tobler auf dem Thurella-Areal.

Donato Caspari

(tva) Die Frage beschäftigt. Denn: Egnach hat Grosses vor, und so hängt einiges davon ab. Wie sieht es aus nach Ablauf der Einsprachefrist in Zusammenhang mit den Plänen für bis zu 150 Wohnungen und Gewerbeflächen auf dem Thurella-Areal?

Stephan Tobler, Gemeindepräsident von Egnach, sagt: «Es hat wenige Einsprachen gegeben.» Genau genommen drei Stück. Diese würden zur Zeit beurteilt.

«Wir sind zuversichtlich, dass man das bewältigen kann»,

sagt Tobler, äussert sich aber vor dem Hintergrund des laufenden Verfahrens nicht zu den Einzelheiten. «Wir werden zeitgerecht darüber informieren.»

700 Wohnungen an drei Orten

Das 4700-Seelen-Dorf will denn in den nächsten Jahren rund 7000 Wohnungen auf engstem Raum schaffen. Neben der Industriebrache des Thurella-Areals sollen das Luxburgerfeld und die Aachwiesen Platz dafür bieten. Also insgesamt drei Orte rund um den Bahnhof Egnach.

Das Luxburgerfeld und das Thurella-Areal sollen Teil eines Verbundes werden, der die im Bodenseewasser gespeicherte Wärmeenergie nutzt, um die angeschlossenen Wohnungen und Gewerberäume im Winter zu heizen respektive im Sommer zu kühlen. Das Projekt ist eins der grössten seiner Art am See. Die Federführung hat die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG, die wahrscheinlich Betreiberin der gesamten Anlage sein wird.

«Wir sind an einer Machbarkeitsstudie, die Ende Jahr vorliegen sollte»,

sagte Peter Bischoff, Senior-Projektleiter Produktion, im März.

Der Kanton sieht in den Vorhaben nichts Falsches. Ob die Nachfrage für so viele Räumlichkeiten vorhanden sei, müsse sich dann allerdings noch weisen.