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Interview

«Es ist eine Halle für alle» – Am Samstag wird in Amriswil die neue Sporthalle mit einem Volleyballspiel eröffnet

Die neue Sporthalle erlebt am Samstag ihre Feuertaufe. «Aber nicht nur die Volleyballer profitieren», sagt Vizestadtpräsident Stefan Koster.
Interview: Manuel Nagel
Peter Bär, Kurt Wick und Stefan Koster freuen sich auf die neue Ballsporthalle im Tellenfeld. (Bild: Manuel Nagel)

Peter Bär, Kurt Wick und Stefan Koster freuen sich auf die neue Ballsporthalle im Tellenfeld. (Bild: Manuel Nagel)

Stefan Koster, die Stadt Amriswil ist die Hausherrin der neuen Sporthalle und Sie waren als Stadtrat im Ressort Sport auch Präsident der Baukommission. Wie verlief die Bauzeit?

Stefan Koster: Nach dem Spatenstich im Dezember 2017 hatten wir ja einen strengen Winter und konnten nicht so viel machen. Aber im schönen Sommer haben wir wieder aufgeholt. Gegen Ende wurde es etwas eng, aber wir sind auf Termin fertig geworden.

Gab es nebst den meteorologischen auch noch andere Schwierigkeiten?

Stefan Koster: Nein, es lief so gut, dass praktisch keine Probleme an mich herangetragen wurden. Es gab auch keine schweren Unfälle. Nur ganz am Schluss fiel jemand von der Leiter und soll sich das Schlüsselbein gebrochen haben.

Es gibt auch Stimmen, die finden, nicht nur die Stadt, sondern auch Volley Amriswil sei Hausherr. Was entgegen Sie dieser Kritik?

Stefan Koster: Dem widerspreche ich vehement. Wir haben eine Ballsporthalle gebaut, eine Halle für alle. Natürlich trainieren hier die Volleyballer, wo sie auch ihre Spiele austragen werden. Aber ab kommendem Sommer bekommen die anderen Vereine eine komplett sanierte Halle. Somit bringt diese Halle allen Vereinen etwas, weil ja der Platz der Volleyballer in der alten Tellenfeldhalle frei wird. Generell wird der Sportstandort Amriswil gestärkt, weil wir hier zusammen mit dem neuen Garderobengebäude eine Topanlage haben werden.

Peter Bär, als Interimspräsident von Volley Amriswil haben Sie diese Vorwürfe sicher auch schon gehört.

Peter Bär: Es ist sicher so, dass wir der Hauptnutzer der neuen Halle sind. Aber wir tauschen uns mit den anderen Ballsportarten aus und suchen nach Lösungen. Ich erinnere an das Korbballturnier, das die Oberaacher durchführen. Unter den Vereinen, die in der Tellenfeldhalle Sport treiben, nehme ich diese Vorwürfe nicht wahr. Wir helfen einander. Wir versuchen uns auch dort einzuschränken, wo es möglich ist. Wenn das NLA-Team am Samstagmorgen vor einem Auswärtsspiel trainiert, so brauchen wir nur einen Drittel und nicht die ganze Dreifachhalle, so dass auch andere Vereine Platz haben.

Stefan Koster: Hier drin sind auch Linien gezeichnet für Fussball, Handball, Korbball und Unihockey. Obwohl die Volleyballer Hauptnutzer sind, so können auch diese anderen Sportarten in der neuen Halle Turniere veranstalten.

Wir führen dieses Interview auf der Galerie, die einen wunderbaren Blick in die Halle bietet. Kurt Wick, Sie sind fürs Sponsoring der Volleyballer zuständig. Das gibt ihrem Verein neue Möglichkeiten, oder?

Kurt Wick: Für uns ist das extrem wichtig. Ich bekam schön zu hören ‹Ihr müsst ja nur Volleyball spielen in dieser Halle›, aber das ist nicht mehr so. Der Sport steht im Zentrum, aber rundherum läuft extrem viel. Es geht um Gastronomie, man will sich treffen und auch nach dem Spiel hier verweilen. Wir werden deshalb weiter unser Fondue-Stübli anbieten, hier auf der Galerie wird es einen Gastropunkt geben und wir werden auch weiterhin eine Bar führen. Ziel ist es, dass die Zuschauer wie auch die Sponsoren nach dem Spiel in der Halle bleiben und sich bei uns wohl fühlen.

«Hallenbesucher sollen auf dem Allwetterplatz parkieren»

Mit der Inbetriebnahme der neuen Ballsporthalle will die Stadt auch ein neues Parkregime durchsetzen. Künftig sollen Hallenbesucher nicht mehr an der Unteren Grenzstrasse parkieren und von dort in die Halle gelangen. «Wir möchten, dass die Autofahrer ihre Wagen auf dem Allwetterplatz parkieren und von dort via Tellenfeldstrasse zur Sporthalle laufen», sagt Vizestadtpräsident Stefan Koster. Mit ein Grund für diese Massnahme ist, dass die Parkplatzsuche und der damit verbundene Verkehr aus dem Sandacker-Quartier herausgehalten werden soll, sagt Koster. Vom Allwetterplatz zum Haupteingang auf der Südseite der Halle sind es rund 300 Meter und weniger als fünf Minuten Fussmarsch. (man)

Stefan Koster, hat man also diese Galerie für den Volleyballverein geplant, damit er hier Sponsoren empfangen kann?

Stefan Koster: Es gab zu Beginn einige Nutzersitzungen, um die Bedürfnisse aller Vereine zu erfahren. Danach gab es aber keine Sportvertretungen mehr in der Baukommission – damit es nicht heisst, Volley Amriswil oder ein anderer Verein ist dabei und kann Einfluss nehmen, andere Vereine jedoch nicht.

Kurt Wick: Auf dieser Galerie wurde nichts extra für die Volleyballer gemacht, was nicht auch andere Vereine nutzen könnten. Wir richten hier auch keine Lounge ein, welche diesen Raum die ganze Woche blockiert. Das wäre für uns natürlich schön, ist aber nicht so. Wir richten sowohl hier wie auch in der Halle jedes Mal alles ein und verräumen das Ganze hinterher wieder.

Aber die Beamer und die Leinwände werden doch vorwiegend für die Volleyballheimspiele gebraucht.

Stefan Koster: Ist es für alle nutzbar, übernimmt die Stadt die Kosten. Was jedoch spezifisch fürs Volleyball ist, wird von Volley Amriswil bezahlt.

Kurt Wick: Beamer und Leinwände sowie die LED-Wand sind Investitionen von uns. Ebenfalls das Aufhängesystem für die Werbeblachen. In Absprache mit uns stellen wir unser Eigentum aber auch anderen Vereinen zur Verfügung.

Was bringt die neue Halle sportlich?

Peter Bär: Unsere Spieler verdienen im Vergleich zu anderen Sportarten nicht grosse Summen. Wenn man eine geile Halle und eine volle Hütte hat, so ist das zusätzliche Motivation für die Spieler. Auch ist der Boden nun ausgerichtet auf Ballsportarten. Die Dämpfung ist viel besser und die Spieler geben uns Rückmeldung, dass es weniger schmerzt.

Die alte Tellenfeldhalle war eng und ein richtiger Hexenkessel. Befürchten Sie nicht, die Stimmung könnte hier nicht mehr so gut sein?

Kurt Wick: Ich bin überzeugt, wir bringen wieder so eine gute Stimmung hin. Wir wollen das Tellenfeld zu einer Tellenburg machen und wir wollen weiterhin als Leuchtturm von Amriswil in der Schweiz und in Europa unterwegs sein, was ohne diese Halle schwer möglich gewesen wäre. Wir wissen aber, dass das nicht selbstverständlich ist. Wir sind sehr dankbar.

Europa ist ein gutes Stichwort. In der Stadt wird herumerzählt, die Halle sei ein paar Zentimeter zu niedirig, so dass keine Champions- League-Spiele hier gespielt werden können. Was ist denn nun Fakt?

Stefan Koster: Die Halle ist mit etwas mehr als neun Metern einen Meter höher mehr als die alte. Das wurde von Beginn weg so geplant in Absprache mit Volley Amriswil. Man will hier NLA und Europacup-Spiele austragen.

Peter Bär: Quali-Spiele der Champions League wie einst gegen Perugia, als wir nach Arbon ausweichen mussten, sind nun in dieser Halle möglich. Die Gruppenphase der Champions League jedoch nicht mehr. Aber die ist für uns unrealistisch. Wir sind bei weitem nicht dort und heben jetzt auch nicht ab.

Kurt Wick (lacht): Das einzige was zu klein ist, das sind der Wick und der Koster. Alles andere entspricht der Norm.

Hinweis
Morgen Samstag um 14 Uhr trägt Volley Amriswil gegen Alpenvolleys Haching sein erstes Spiel in der neuen Halle aus.

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