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Es herrschen schlechte Zeiten fürs Kuscheln

Bei einer kurzen Umfrage im Weinfelder Zentrum kamen interessante Lösungsansätze zum Vorschein, um der Hitze die Stirn zu bieten.
Viviane Vogel
Eine der naheliegendsten Strategien bei dieser Hitze: Kopf voran ins Wasser springen. (Bild: Nana do Carmo)

Eine der naheliegendsten Strategien bei dieser Hitze: Kopf voran ins Wasser springen. (Bild: Nana do Carmo)

Wie passt sich der Schweizer an, wenn plötzlich spanisches Wetter das Land im Griff hat? Die Strategien kommen zahlreich daher. Von Bewährtem wie der Badi, bis hin zu improvisierten Klimaanlagen, wissen sich die Leute auf diverse Arten zu helfen.
Die elfjährige Kimmy, die ihre letzte Ferienwoche geniesst, wird wegen der Temperaturen zur Abenteurerin. «Entweder bin ich in der Badi, in der Badewanne, oder ich gehe Höhlen suchen», berichtet die Schülerin aus Weinfelden. «Am Morgen und abends finde ich die Temperaturen okay, dann kann ich die Wärme geniessen.»

Die Not ist für Christof Neukom schon etwas grösser. «Ich bin ein Wintertyp. Mir ist es am wohlsten, wenn Minustemperaturen herrschen.» Da sein Kumpel ein Baby bekommen hat, fehlt Neukom nun ein Ventilator. «Ich habe ihm mein Gerät geschenkt. Sein Neugeborenes braucht es jetzt dringender als ich. Dafür konstruiere ich mir selbst eine Klimaanlage, indem ich PET-Flaschen mit Wasser fülle und sie dann einfriere.» Ein weiterer Tipp von Neukom: Die Arme unters Wasser halten und danach nicht abtrocknen. Das kühlt auch sehr schön.

Röcke werden kürzer, Hosen bleiben gleich lang

Durch die Hitze werden ausserdem Ungleichheiten aufgedeckt. «Ich arbeite in einem Büro ohne Klimaanlage», berichtet ein 28-jähriger Bischofszeller. «Männer müssen lange Hosen tragen, während Frauen Röcke anziehen dürfen. Diese Kleidungsstücke werden dann immer kürzer, je weiter die Temperaturen steigen. Und ich darf nicht einmal meine Hosenbeine etwas raufrädeln.»

Silvio Germann aus Affeltrangen hätte momentan lieber Winter. «Aber so kann ich Röckli tragen», protestiert die sechsjährige Lea neben ihm. «Ich mag den Sommer, den Frühling, den Herbst und den Winter», zählt sie auf. «Im Sommer kann ich draussen schlafen, das gefällt mir.» Germann erklärt: «Ich arbeite auf dem Bau – da wird alles etwas langsamer. Und bei diesem Job setzt einem das Wetter sehr zu.» Da hilft nur viel trinken, sich im Schatten aufhalten und zwischendurch auch mal eine Glace essen.
Die 77-jährige Sonja Zanetti aus Weinfelden geniesst die Wärme eigentlich. «Ich bleibe einfach schön an der Kühle und arbeite nicht so viel.»

Pausen in der Natur und viel trinken

«Ich halte die Hitze mal besser, mal schlechter aus», sagt Daniela Beutler, 22 Jahre alt. «Ich bin gerne tagelang draussen.» Ab und zu müsse sie nun jedoch Hitzepausen einlegen, wo sie ins kühlere Haus geht und Zitronenwasser trinkt. «Das Gesicht waschen nützt auch.»

Daniela Beutler, PH-Studentin aus Weinfelden

Daniela Beutler, PH-Studentin aus Weinfelden

«Bei dieser Hitze trinke ich sehr gerne Wasser mit Zitronensaft, um mich abzukühlen.»

Auch das Kuscheln muss den Temperaturen angepasst werden. «Mein Freund und ich müssen uns immer etwas drehen oder verschieben. Sonst wird es einem viel zu warm.» Grundsätzlich gelte jetzt, entsprechende Kleidung zu tragen und keinen Sport zu treiben.

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