«Es ging um Sein oder Nichtsein»

Hugo Fisch, Geschäftsführer der Landi Aachtal in Oberaach, erzählt, wie er den Brand erlebt hat und welche Konsequenzen dieser für seinen Betrieb hat. «Wir sind mit dem Schrecken davon gekommen», sagt er.

Manuel Nagel
Drucken
Teilen
Die Spuren des Brandes an der Gebäudewand und auf dem Boden sind deutlich zu sehen. Auf dem beschädigten Asphalt sind auch noch Spuren der geschmolzenen grünen Plastikpaloxen sichtbar. (Bild: Manuel Nagel)

Die Spuren des Brandes an der Gebäudewand und auf dem Boden sind deutlich zu sehen. Auf dem beschädigten Asphalt sind auch noch Spuren der geschmolzenen grünen Plastikpaloxen sichtbar. (Bild: Manuel Nagel)

«Wir sind nicht eingeschränkt in unserem Betrieb», sagt Hugo Fisch, Geschäftsführer der Landi Aachtal und der Ramseier Aachtal AG. Zwar habe der Brand in der Nacht auf Montag zur Folge gehabt, dass einerseits Zeit für Gespräche mit offiziellen Stellen aufgewendet werden musste, andererseits auch für Aufräumarbeiten, die man in Eigenleistung erledigt habe. Doch weitere Auswirkungen habe es glücklicherweise nicht. «Der Betrieb läuft, wir sind wieder im Tagesgeschäft», sagt Fisch.

Der Brand sei schnell entdeckt und gemeldet, und durch die Feuerwehr Amriswil professionell gelöscht worden, zeigt sich Fisch dankbar. Vom Feuerwehrzentrum bis zum Brandplatz sind es nur 1,2 Kilometer. «Es ging wirklich um Sekunden, denn es hätte schon Potenzial gegeben, dass das Feuer auf andere Gebäude hätte übergreifen können.»

«Ob Zufall oder nicht, es macht ein wenig Angst.»Hugo FischGeschäftsführer Landi Aachtal und Ramseier Aachtal AG

«Ob Zufall oder nicht, es macht ein wenig Angst.»
Hugo Fisch
Geschäftsführer Landi Aachtal und Ramseier Aachtal AG

Doch die Bauart des betroffenen Lagergebäudes, mit Ytong-Steinen hinter der Blechfassade, sei brandschutztechnisch ebenfalls von Vorteil gewesen, dass sich das Feuer nicht schneller ausbreiten und ins Gebäudeinnere vordringen konnte. Lediglich Rauch drang in die Halle ein, «doch weil wir zur jetzigen Jahreszeit Dünger und andere nicht geruchssensible Produkte gelagert haben, spielt das keine Rolle», erklärt Hugo Fisch. «Bei Maispflanzen und Trester für die Fütterung wäre es jedoch ein Totalausfall gewesen», sagt er.

Mostobstkampagne nicht gefährdet

Die Mostobstanlieferung durch die Bauern könne jedoch wie geplant durchgeführt werden. Auch das Waagsystem sei nicht betroffen, sodass die diesjährige Kampagne nicht gefährdet sei.

Das waren nach dem ersten Schrecken auch die Gedanken, welche Fisch durch den Kopf schossen, als er vom Brand erfuhr. In der Viertelstunde, als er von seinem Wohnort nach Oberaach fuhr, sei das wie ein Scanner im Gehirn abgelaufen und Fisch dachte an die Auswirkungen auf das Tagesgeschäft. «Es ging um Sein oder Nichtsein», bringt es Hugo Fisch auf den Punkt. Dementsprechend gross war die Erleichterung, als er sah, dass die Feuerwehr den Brand schnell in den Griff bekommen hatte.