Es ging alles viel zu schnell: Das Arboner Parlament stellt den Entscheid über die neue Leistungsvereinbarung mit Thurgau Tourismus zurück

Auch die Abstimmung über den Betriebsbeitrag ans Eissportzentrum Oberthurgau schob das Parlament am Dienstagabend auf die lange Bank. Die Gründe sind verschieden.

Markus Schoch
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Am Hafen beim Kiosk steht seit kurzem ein neuer Infopoint von Thurgau Tourismus

Am Hafen beim Kiosk steht seit kurzem ein neuer Infopoint von Thurgau Tourismus

Bild: Markus Schoch (30. September 2020)

Das Parlament sollte am Dienstag sowohl über den Betriebsbeitrag an das Eissportzentrum Romanshorn (EZO) in der Höhe von jährlich rund 65'000 Franken als auch über die neue Leistungsvereinbarung mit Thurgau Tourismus beraten. Beide Geschäfte verschwanden dann aber von der Traktandenliste. Stattdessen befasst sich jetzt je eine vorberatende Kommission damit.

Bei der Leistungsvereinbarung mit Thurgau Tourismus habe sich in den letzten Tagen gezeigt, dass noch einige Fragen geklärt werden müssten, sagte Stadtpräsident Dominik Diezi. Er gehe davon aus, dass die Vorlage im Dezember bereit zur Abstimmung sei. Es ging offenbar alles ein bisschen schnell. Der Evaluationsbericht zur zweijährigen Testphase liegt noch gar nicht vor. SP-Parlamentarier Daniel Bachofen sprach von einer «Hauruckaktion». Er schlug deshalb vor, die Beiträge im Budget an Thurgau Tourismus um rund 7'000 Franken auf das aktuelle Niveau von rund 70'000 Franken zu kürzen und die Ergebnisse abzuwarten. Der Antrag war chancenlos.

Tieferer Einblick in die Bücher nötig

Eissportzentrum Oberthurgau in Romanshorn.

Eissportzentrum Oberthurgau in Romanshorn.

Bild: PD

Keine öffentliche Erklärung gab es, warum der Entscheid über den Beitrag ans EZO auf die lange Bank geschoben wird. Am Rande der Versammlung war zu erfahren, dass sich das Parlament einen tieferen Einblick in die Bücher des Betreibers wünscht und Antworten auf Fragen, die er bis jetzt schuldig geblieben ist.

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