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Es geht weiter mit der Romanshorner Jugendarbeit

Die Stadt hat den Jugendtreff geschlossen. Doch die Jugendlichen lässt sie nicht auf der Strasse stehen. Zusammen mit interessierten Kreisen entwickeln die Verantwortlichen neue Strategien.
Markus Schoch
Ein Blick in den Jugendtreff Romanshorn. (Bild: Reto Martin)

Ein Blick in den Jugendtreff Romanshorn. (Bild: Reto Martin)

Stadträtin Petra Keel hatte an der letzten Gemeindeversammlung Erklärungsbedarf. Auf eine entsprechende Frage sagte sie:

«Die Jugendarbeit in Romanshorn geht auch nach der Sistierung des Jugendtreffs weiter. Wir werden uns in breiter Zusammenarbeit gemeinsam engagieren.»

In diesem Geist trafen sich letztes Wochenende rund 20 Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Vereinen, der Landeskirchen, Jugend, Eltern, der Perspektive Thurgau sowie der Leiter der Fachstelle Kinder- und Jugendarbeit des Kantons Thurgau zum Gedankenaustausch und zur Erarbeitung der weiterführenden Strategie der Jugendarbeit.

Von der Stadt Romanshorn beteiligten sich die beiden Stadträtinnen Petra Keel und Melanie Zellweger, Mitglied der Jugendkommission, der Abteilungsleiter der Sozialen Dienste sowie die Fachstelle Integration und Sportkoordination. Mit von der Partie war zudem die Gemeinde Salmsach. Bereits für die Erarbeitung des Altersleitbildes hatte sich die Zusammenarbeit von Romanshorn und Salmsach sehr bewährt. Nun soll beidseits eine gemeinsame Gestaltung der Jugendarbeit geprüft werden – besuchen doch Salmsacher Jugendlichen die Oberstufe in Romanshorn.

Jugendarbeit breiter aufstellen

Stadträtin Petra Keel (Bild: Donato Caspari)

Stadträtin Petra Keel (Bild: Donato Caspari)

Keel rief zu Beginn die Ausgangslage nochmals in Erinnerung: 2016 wurde die Jugendkommission wieder aktiviert – schnell war aber klar, dass ihr mangels klaren Auftrags die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit fehlte. Ende 2017 überarbeitete die Jugendkommission darum das seit 2006 geltende Jugendleitbild. Resultat: Romanshorn verfügt ein sehr vielfältiges Angebot für Jugendliche – das aber unzureichend koordiniert ist.

Diese Grundlagenarbeit fiel zudem in die Zeit des städtischen Haushaltsicherungsprogramms 2018 bis 2022, welches beim Budget des Jugendtreffs Kürzungen von 20000 Franken vorsah. Damit war klar, dass sein Betrieb sowieso zwingend überdacht werden musste. Zentrale Frage war, ob weiterhin alle Mittel in den Jugendtreff statt in eine breitere Aufstellung der Jugendarbeit fliessen sollten. Der Betrieb wurde darauf Ende Sommerferien 2017 sistiert. Keel wies in diesem Zusammenhang auf die weiter bestehenden Familien-, Kinder- und Jugendangebote von Romanshorn in Zusammenarbeit mit Vereinen hin.

Bericht dient als Diskussionsgrundlage

Unter der Leitung von Roger Märkli, Bereichsleiter des Jugendnetzwerkes Mittelrheintal, wurde am Workshop intensiv und konzentriert in durchmischten Gruppen gearbeitet: Es wurden Jugend-Angebote notiert, sortiert, gebündelt, Themen priorisiert und Gedanken aus der Perspektive und Sichtweise der jeweilig Vertretenden diskutiert.

Eine Präsentation des DOJ (Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz), welche die Kinder- und Jugendförderung als Querschnittsaufgabe einer Gemeinde sieht, bildete die Grundlage für den letzten Teil des Anlasses: Wo müsste in Romanshorn eine Kinder- und Jugendförderstelle angegliedert werden? Innerhalb der Gemeinde? Oder in einer Organisation ausserhalb der Gemeinde, beispielsweise einem Verein?

Von den am Workshop ausgearbeiteten Schlussfolgerungen wird Märkli einen Bericht erstellen. Die Teilnehmenden haben den Auftrag, in ihren Behörden, Vereinen und Organisationen Feedbacks dazu abzuholen. Das nächste Treffen der Jugendkommission findet Ende Februar statt. Danach werden Rückmeldungen verarbeitet und konkrete Schritte in Angriff genommen.

Die Teilnehmer zeigten sich motiviert, die Herausforderung eines besser und gemeinsam koordinierten Weges in der Jugendarbeit zu gehen. (red)

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