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Es fischelet in Weinfelden

Thurtätschli-Premiere beim Fischerverein Weinfelden: Dieser hat am Samstag sein
75-jähriges Bestehen gefeiert.
Maria Keller
Gemütlich wird beim Jubiläumsfest des Fischervereins Weinfelden beisammen gesessen. (Bild: Maria Keller)

Gemütlich wird beim Jubiläumsfest des Fischervereins Weinfelden beisammen gesessen. (Bild: Maria Keller)

Fern vom Sittertobel feiert man beim Fischerverein Weinfelden am Samstag anstelle der Blumenkette im Haar mit dem Fischmesser in der Hand im Restaurant Grüner Baum. Ohne grossen Firlefanz oder hohe Ansprüche. Das Rezept für ein gelungenes Fischerfest: Zwiebeln, Karotten, Brot und natürlich der Weinfelder Fisch Alet. Zusammenmixen und zu Tätschli formen. Unter dem Namen Thurtätschli verkaufen. Dann tönt es aus den Besucherreihen «sie sind tatsächlich sehr gut», oder «die mit Speck haben am meisten Pfiff».

Der Fischerverein Weinfelden macht es vor. Die Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Bestehen des Vereins plätschert am letzten Samstag von morgens bis abends spät vor sich hin. Mal mit mehr, mal weniger Tätschli-Essern.

Rückblick auf Thurputzete und Ferienpass

Auf den Festtischen liegen Fischereimagazine. Der aufgebaute Infostand in einer Ecke präsentiert die guten Taten des letzten Jahres. Gerne wird Auskunft gegeben: Zur Thurputzete («Klaviere, Waschmaschinen, man glaubt nicht, was die Leute alles wegwerfen», heisst es), dem veranstalteten Ferienpass («auch wenn es den Kindern oftmals an Geduld mangelte») oder leidenschaftlich zu den verschiedenen Fischarten. Gerne drücken einem die Organisatoren einen Teller mit Thurtätschli in die Hand. Ob man eine Forelle von einem Dorsch unterscheiden kann, interessiert an diesem Abend niemanden. Nur die Tätschli für sagenhafte 6.50 Franken sollten einem schmecken. Dann ist jeder willkommen.

Auch wenn nachmittags nur ein kleiner Teil der Bänke besetzt ist, tut das der Stimmung keinen Abbruch. «Ich bin seit morgens um 11 Uhr hier und werde auch noch eine Weile bleiben», sagt ein Besucher. Die Mitglieder des Vereins geben sich alle Mühe, für sich zu werben. «Feiern kann ja jeder Verein», sagt Michael Guhl, «aber nicht jeder feiert sein 75-jähriges Bestehen.» Viel mehr als die Tätschli, ein Glas kühles Bier und mitreissende Musik eines DJs scheinen die Besucher nicht zu brauchen. Dieses Publikum zieht einen guten Fisch und einen Stumpen dem St. Galler Openair vor.

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