Das Hafenhotel in Romanshorn muss warten: Die Bevölkerung wird sich voraussichtlich erst im nächsten Jahr zur Planung einbringen können

Die Schweizerische Bodensee Schifffahrt AG (SBS) als Investorin des Projektes und die Stadt wollen den Romanshornern zeigen und erklären können, wie sie sich die Entwicklung der gesamten Hafenpromenade vorstellen. «Wir sind auf einem guten Weg,» sagt Stadtrat Philipp Gemperle.

Markus Schoch
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Visualisierung des Hafenhotels in Romanshorn.

Visualisierung des Hafenhotels in Romanshorn.

Bild: Susanne Fritz Architekten

Die Schweizerische Bodensee Schifffahrt AG (SBS) wäre eigentlich parat. Doch bevor sie das Baugesuch für das Hotel auf der Hafenpromenade einreichen kann, muss das Unternehmen einen Gestaltungsplan ausarbeiten, der die Rahmenbedingungen regelt. In diesem Prozess muss die Bevölkerung ein Wort mitreden können. Das hat sich die Stadt vertraglich ausbedungen, als sie vor drei Jahren Hermann Hess beziehungsweise seiner Firma 3'900 Quadratmeter Land verkaufte, damit dort ein Hotel gebaut werden kann.

Diese Woche nun hat die SBS im Gespräch mit Vertretern der Bevölkerung und der Stadt das weitere Vorgehen festgelegt. Benno Gmür von der SBS schreibt in einer Mitteilung:

«Nach Abarbeitung aller Fragen und Themen sind wir alle zum Schluss gekommen, dass dem Bürger nicht nur aufgezeigt werden muss, wie das Hotel aussieht, sondern er will wissen, wie die Gestaltung des ganzen ‹Hafenbecken-Nord› aussehen könnte»

Gemeint ist das Gebiet zwischen dem geplanten Hotel und dem altem Zollhaus.

Die Grundlagen liegen vor

Die Abklärugen brauchen Zeit. Gmür schreibt:

«Wir gehen davon aus, dass die Romanshorner erst im neuen Jahr zum ersten Beteiligungsverfahren eingeladen werden.»

SBS und Stadt müssen das Rad nicht neu erfinden. Der Stadtrat hat im Sommer den Gestaltungsrichtplan Innenstadt verabschiedet, der auch Teile des Hafengebietes umfasst und dem ein städtebauliches Konzept zugrunde liegt.

Stadtrat Philipp Gemperle.

Stadtrat Philipp Gemperle.

Bild: PD

«Wir müssen diese Grundlagen jetzt verfeinern», sagt Stadtrat Philipp Gemperle. Für ihn läuft es in die richtige Richtung.

«Wir haben einen grossen Schritt vorwärts gemacht und sind auf einem guten Weg.»
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