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Kommentar

Erweiterung der HSG am Platztor: Klares Ja mit klarem Auftrag

Der Kanton St.Gallen kann am Platztor einen zusätzlichen Campus für 3'000 Studierende und Dozierende realisieren. Die St.Galler Bevölkerung befürwortet eine Erweiterung der HSG am Platztor mit einem klaren Zustimmung.
Regula Weik
Regula Weik, Redaktorin Ressort Ostschweiz

Regula Weik, Redaktorin Ressort Ostschweiz

Das war nicht zwingend zu erwarten gewesen. Nicht in dieser Deutlichkeit. Die St.Galler Bevölkerung steht hinter der HSG. Und dies weit deutlicher als in früheren Jahren. Nach den vergangenen Monaten mit Spesenskandalen und umstrittenen Nebenjobs von Professoren ist das klare Bekenntnis zur Universität und zum Bildungsstandort St.Gallen keine Selbstverständlichkeit. Ein Denkzettel für die Verfehlungen einzelner Professoren und Exponenten der Universität wäre ebenso möglich gewesen. Es ist nicht dazu gekommen. Und das ist richtig so.

Die Bevölkerung hat klar unterschieden: zwischen dem unrühmlichen Verhalten einzelner Professoren und den begründeten Raumbedürfnissen der Studierenden. Die Raumnot im heutigen HSG-Campus auf dem Rosenberg war von den Proteststimmen, die es bei der SP («Die HSG ist eine Kaderschmiede des Neoliberalismus») wie der SVP («wegen des ganzen Schlamassels») gegeben hatte, nie in Frage gestellt worden.

Die Universität wird trotz der klaren Zustimmung zu den Ausbauplänen, die vor allem das Gebiet um das St. Galler Platztor betreffen, weiterhin unter Beobachtung stehen. Politikerinnen und Politiker werden nicht locker lassen und nicht ruhen, bis die geforderten – und von der Unileitung versprochenen – Abklärungen und Auskünfte zu den vergangenen Unregelmässigkeiten und der künftigen Neuausrichtung vorliegen. Die Universitätsleitung hat erste Präventionsmassnahmen getroffen und Anordnungen erlassen. Zudem soll eine externe Anlaufstelle für Whistleblower geschaffen werden. Mit Spannung erwartet werden im Nachgang zu diversen Spesenaffären auch die Ergebnisse der Sonderprüfung aller Institute; versprochen sind sie für Herbst.

Wie ernst es der HSG mit dem so oft beschworenen Kulturwandel tatsächlich ist, wird sich vor allem bei einem Geschäft zeigen: der Überarbeitung des Universitätsgesetzes. Der Gesetzesentwurf soll 2021 einer breiten politischen Vernehmlassung unterzogen werden. Dannzumal wird sich erweisen, wie stark der Reformwille der Universität tatsächlich ist.

Kommt sie ihren Versprechen nach, ist der Boden für eine erfolgreiche Zukunft der Universität nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich gelegt.

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