Erster Kandidat fürs Bürgler Gemeindepräsidium stellt sich vor

Kilian Germann will Gemeindepräsident von Bürglen werden. Der 59-Jährige Ingenieur steigt für die CVP in den Wahlkampf um die Nachfolge seines Parteikollegen Erich Baumann.

Mario Testa
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Kilian Germann geht als Kandidat der CVP ins Rennen um das Gemeindepräsidium. (Bild: Mario Testa)

Kilian Germann geht als Kandidat der CVP ins Rennen um das Gemeindepräsidium. (Bild: Mario Testa)

Zuhause im Garten hat er eine schöne Aussicht, punkten will er mit Weitblick und neuen Ideen.

«Ich bringe die nötige Führungs- und Lebenserfahrung für das Amt des Gemeindepräsidenten mit», sagt Kilian Germann.

In seiner beruflichen Laufbahn hat er sich vom Elektromechaniker zum Elektrotechnikingenieur und später zum Wirtschaftsingenieur weitergebildet und hochgearbeitet.

Sensoren, Spulen und Marktanalysen im Bereich der Elektrotechnik sind seine Welt. Germann ist Mitinhaber des Zweimann-Unternehmens Origo AG in Frauenfeld. Falls er ins Amt des Gemeindepräsidenten gewählt wird, würde er seine Anteile dem Geschäftspartner verkaufen und die Firma verlassen. «Das Unternehmen läuft gut, aber weil mein Geschäftspartner auch ins Pensionsalter kommt, war die Zukunft nicht ganz sicher. Es ist also ein guter Zeitpunkt für mich, die Chance zu packen und nochmals etwas Neues zu wagen», sagt der 59-Jährige.

Dienst leisten für die Einwohner

Seine Erfahrung aus dem Dienstleistungssektor könne er sicher gut einbringen ins Amt: «Eine Gemeindeverwaltung ist ja auch ein Dienstleister, der dem Bürger dienen soll. Wichtig sind dabei Transparenz und eine offene Kommunikation», sagt Germann. Er fühle sich sehr wohl in der Gemeinde, in der er mit seiner Frau Annelies nun schon 30 Jahre lang wohne, und daher sei ihm eine gesunde Entwicklung von Bürglen wichtig. Trotz seines Alters würde er bei einer Wahl zwei Amtsperioden als Gemeindepräsident leisten wollen. «Ich glaube, es ist legitim, ein paar Jährli übers Pensionsalter hinaus zu arbeiten.»

Eine weitere Kandidatin

Für das Gemeindepräsidium von Bürglen kandidiert nebst CVP-Mann Kilian Germann auch Jasmine Schönholzer von der SVP. Schönholzer ist bereits seit 12 Jahren im Gemeinderat aktiv, derzeit als Vize-Gemeindepräsidentin (Portrait folgt später). Auch die FDP und die SP Bürglen sind teils gemeinsam auf der Suche nach möglichen Kandidierenden. Laut dem FDP-Ortsparteipräsidenten Sacha Thür hat sich bislang eine Person auf die Inserate seiner Partei gemeldet, ob sich daraus jedoch eine offizielle Kandidatur ergebe, sei noch offen. (mte)

Germann bringt auch Erfahrungen als Mitglied einer Behörde mit. Er war acht Jahre lang in der Schulbehörde Istighofen – vier davon als Präsident – und zwei Jahre lang in der Volksschule Bürglen tätig. «Das war eine spannende Zeit, in der wir die Schulgemeinden zur Volksschule Bürglen überführt haben.» Kilian Germann hat sich auch Ziele gesteckt, sollte er am 25. November, oder dann im zweiten Wahlgang am 10. Februar, gewählt werden. «Wir müssen das Sparpotenzial in Bürglen konsequent ausnützen und mit den Finanzen verantwortungsvoll umgehen. Zudem sollten die Einwohner durch die Medien umfassend informiert werden», sagt er.

Wichtig sei auch die Infrastruktur zu erhalten und den Ausbau und die Sanierung der Wasserversorgung gezielt weiter zu führen. Auch der Werkhof steht auf seiner Prioritätenliste. «Ob Sanierung oder Neubau, wir müssen dieses Geschäft speditiv zu Ende bringen», sagt der Vater einer erwachsenen Tochter.

Ortspartei glaubt an einen Sieg

Ortsparteipräsident der CVP Bürglen: Armin Eugster

Ortsparteipräsident der CVP Bürglen: Armin Eugster

Armin Eugster, Präsident der CVP-Ortspartei, ist sehr optimistisch. «Ich bin überzeugt, wir gewinnen den Wahlkampf. Kilian Germann ist eine frische Person mit neuen Ideen, die neuen Schwung in die Gemeinde bringen kann», sagt Eugster. Man habe sich im Parteivorstand bewusst gegen ein Überparteiliches Komitee (ÜK) zur Findung von Kandidierenden entschieden und auf eigene Faust in der CVP gesucht. «Vor acht Jahren haben wir keine guten Erfahrungen mit dem ÜK gemacht, sie sind nicht der Weisheit letzter Schluss.»