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Erster Coworking-Space im Bischofszeller Rathaus

Der Stadtrat und der Gewerbeverein machen sich für Coworking stark. Ein Anfang ist gemacht. Viele Leute und Branchen könnten vom Projekt profitieren.
Georg Stelzner
Martina Züger-Erhard aus Niederbüren wird die erste Nutzerin des Gemeinschaftsbüros im Rathaus sein. (Bild: Georg Stelzner)

Martina Züger-Erhard aus Niederbüren wird die erste Nutzerin des Gemeinschaftsbüros im Rathaus sein. (Bild: Georg Stelzner)

Was ist Coworking und wie funktioniert das Modell in der Praxis? Die Antworten lieferten am Dienstagabend im Bürgersaal des Rathauses Daniela Hälg und Cornelia Hasler von der Genossenschaft VillageOffice. Eingeladen zur Informationsveranstaltung hatten der Stadtrat und der Gewerbeverein.

Stadtpräsident Thomas Weingart machte zu Beginn klar, dass die Gemeinde das Interesse wecken und damit einen Anstoss zur Realisierung geben könne. «Wir sind aber lediglich Geburtshelfer. Laufen lernen muss das Kind letzten Endes selber», sagte Weingart.

Arbeitsplatz und Begegnungsort

Unter einem Coworking-Space ist ein Büro zu verstehen, das am Wohnort verschiedenen Personen zur Verfügung steht, um berufliche Tätigkeiten auszuüben. Aber nicht nur das, wie Cornelia Hasler betonte.

Das Konzept hat nach den Worten der Referentin auch eine soziale Komponente, denn im Zuge der gemeinsamen Nutzung soll eine lebendige Community entstehen, die den Zusammenhalt unter Einwohnern stärkt.

Ziel ist die Wertschöpfung vor Ort

Die heutige, nahezu grenzenlose Mobilität wird zusehends als Problem wahrgenommen. So verlassen täglich rund 2000 Personen Bischofszell, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen.

Das hat zur Folge, dass auch andere Aktivitäten wie das Einkaufen oder die Verpflegung aus dem Wohnort gewissermassen «ausgelagert» werden. Dieser Entwicklung könne, so die These, durch Coworking Einhalt geboten werden.

«Der Stadtrat beschäftigt sich seit einem Jahr mit diesem Thema. Der Gewerbeverein ist für uns ein starker Partner», sagt Stadtpräsident Thomas Weingart.

Die Existenz eines Gemeinschaftsbüros generiere einen Mehrwert für den Standort in Form einer verstärkten lokalen Wertschöpfung. Sie führe zu einer Verbesserung der Lebensqualität und stelle aufgrund des verminderten Verkehrsaufkommens einen Beitrag zum Umweltschutz dar, erklärte Cornelia Hasler.

Umfrage lässt auf Zustimmung schliessen

Die im Vorfeld des Informationsanlasses durchgeführte Online-Befragung weist ein Bedürfnis für ein solches Gemeinschaftsbüro in Bischofszell aus: 71 Prozent sprachen sich dafür aus, 41 Personen zeigten Interesse an einer Nutzung und 26 könnten sich auch eine persönliche Mitwirkung bei der Umsetzung des Projekts vorstellen.

Der Stadtpräsident gab bekannt, dass es in Bischofszell bereits einen Raum gebe, der als Coworking-Space zur Verfügung steht. Man habe eine Abstellkammer geräumt, sagte Weingart und stellte Martina Züger-Erhard als erste Nutzerin vor. Die Niederbürerin sprach von einer Win-win-Situation und freut sich darauf, ihre Beratungstätigkeit künftig im Rathaus ausüben zu können.

Bei der Infrastruktur scheiden sich die Geister

Unter Daniela Hälgs Leitung suchte man in Gruppen Antworten auf folgende Fragen: Wie kann der Coworking-Space einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie leisten? Wie kann er zum inspirierenden Begegnungsort werden? Welche zusätzlichen Dienstleistungen bereichern ihn? Wie könnte eine wechselseitig befruchtende Beziehung zwischen Coworking-Space und Gewerbe, lokalen Lebensmittelproduzenten und Gastronomie aussehen?

Die abschliessende Diskussionsrunde zeigte, dass potenzielle Nutzer hinsichtlich der Infrastruktur im Coworking-Space ganz unterschiedliche Wünsche haben. Es wird eine Aufgabe der Spurgruppe sein, diese Bedürfnisse abzuklären. Laut Daniela Hälg soll das Projekt mit einem Kick-off-Anlass gestartet werden.

Interessierte Personen können sich ab sofort im Bischofszeller Rathaus melden: Telefon 071 424 24 24.

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