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Erste Vernissage mit 91 Jahren: Mimi Hauri stellte ihre Werke im Schloss Roggwil aus

Mimi Hauri malt seit sie denken kann. Mit ihren Kunstwerken verziert die Künstlerin meist Gegenstände aus Holz und Glas. Dieses Wochenende wurden ihre Werke im Schloss Roggwil zum ersten Mal ausgestellt.
Daniela Ebinger
(Bild: Daniela Ebinger)(Bild: Daniela Ebinger)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
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(Bild: Daniela Ebinger)(Bild: Daniela Ebinger)
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29 Bilder

Mimi Hauri

Langweile ist ein Fremdwort für Mimi Hauri. Dafür liebt die 91-jährige Farben, Pinsel und Stift zum Malen und Zeichnen umso mehr. Dies nicht einfach auf Papier. «Auch Gebrauchsgegenstände haben das Recht schön auszusehen», sagt Sie. Als sie kurz vor der Eröffnung ihrer ersten Ausstellung im Schloss Roggwil die Räumlichkeiten betritt, ist sie erstaunt. Mehrere Hundert Kunstwerke trugen Bekannte und Familienmitglieder im ganzen Umfeld und Kundenkreis zusammen. Holzschatullen und Figuren, Fingerpüppchen, Arm- und Halsschmuck, Bilder ihrer bemalten Schränke und Kleiderbügel sind nur einige davon. Jedes Kunstwerk ist bis ins kleinste Detail minutiös bemalt.

Ein Werk von Mimi Hauri, das an der Ausstellung gezeigt wurde. (Bild: Daniela Ebinger)

Ein Werk von Mimi Hauri, das an der Ausstellung gezeigt wurde. (Bild: Daniela Ebinger)

Bleibende Erinnerungen schenken

«Malen beruhigt und macht Freude – Freude schenkt man gerne und man erhält so Freude zurück», sagt die Künstlerin. So hat sie auch ihren drei erwachsenen Grosskindern immer liebend gerne ein bemaltes Trückli geschenkt. «Ein schön bemaltes Trückli ist etwas spezielles und in einem Trückli kann man verschiedene Sachen und Erinnerungen aufbewahren», sagt sie und findet deshalb Trücklis sehr wertvoll. Die Sujets durften die Grosskinder selbst aussuchen. «Ich male meist Einblicke in einen Zirkus, Zoo, das Leben auf dem Bauernhof, Menschen bei ihren Tätigkeiten oder fröhlich beim Tanzen», sagt sie. Auch wenn bei den Menschen meist kein Gesicht gezeichnet ist, durch das Darstellen in Bewegung gibt Hauri den Figuren genügend Persönlichkeit. Sie meint, meist seien die Gegenstände auch zu klein, um noch ein Gesicht zu zeichnen. «Da würde es nur noch ein Punkt, Punkt, Komma, Strich geben», sagt sie und lacht.

Zuerst entstehen Skizzen auf Papier

In ihrer Kindheit gehörten Farbstifte zu den wichtigsten Spielzeugen. Mit 18 Jahren machte sie bei einem Bekannten ihres Vaters eine Ausbildung. Dort kam sie zum ersten Mal in Kontakt mit dem auffrischen von Möbeln. Heute sind grosse, schwere Möbel nicht mehr im Fokus. «Es ist wie bei der textilen Mode, die Zeiten ändern sich», sagt sie. Holzgegenstände bemalt sie immer noch gerne. Bevor sie sich an die zu bemalenden Gegenstände wagt, zeichnet Mimi Hauri mit Bleistift zuerst eine Skizze auf ein Blatt Papier. Erst dann geht sie ans Werk. So auch bei den Arbeiten auf Glas. «Das ist etwas ganz anderes», meint sie. Viel handle es sich um Hergiswiler-Glas von Niederer. Dort beziehe sie auch die dazu benötigten Farben und dorthin kann sie ihre Werke auch zum Brennen schicken. Sie sagt:

«Früher brachte ich diese gerne persönlich vorbei, das geht heute nicht mehr so einfach für mich»

Mimi Hauri erzählt, wie sie ihre Arbeiten für den Postversand jeweils feinsäuberlich bruchsicher verpackt. Ihre heutigen Aufträge sind zum grössten Teil für Geburtstage, Hochzeiten und Jubiläen. Früher verkaufte sie ihre Werke gerne an Märkten in der Umgebung.

Mimi Hauri bei der Arbeit zu Hause in Roggwil. (Bild: Daniela Ebinger)

Mimi Hauri bei der Arbeit zu Hause in Roggwil. (Bild: Daniela Ebinger)

Nie eine Bewerbung geschrieben

Mimi Hauri blickt auf ein erfülltes Arbeitsleben zurück und ist dankbar, in ihrem Alter das eigene Zuhause in Roggwil in der «Sägi» geniessen zu dürfen. Nach ihrer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Zürich ging es nicht lange und sie erhielt ihre ersten Aufträge. Damit war der Startschuss in die Selbstständigkeit gelegt.

„Die Arbeit kam immer auf mich zu und ich musste mich nie irgendwo bewerben.“

Gemeinsame Arbeiten von Renovationen mit der Denkmalpflege und dem Heimatschutz gehörten zu ihren Aufträgen. Gerne gab sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten weiter und hielt Kurse, zum Beispiel im Arenenberg sowie an der Töchterschule der Kantonsschule Frauenfeld. «Beim Malen ist Konzentration und ein gutes Auge beim Mischen der Farben gefragt, denn die Harmonie der Farben muss stimmen, sonst wird es nicht schön», sagt sie und meint, die ruhige Hand sei ihr wohl gegeben. Doch weiss sie, die Übung mache es bestimmt auch aus. Malen findet die gebürtige Frauenfelderin beruhigend. «Es ist egalisierend und gibt ein gutes inneres Gleichgewicht». Dabei bemerke sie auch trübes Wetter oder Jahreszeiten nicht. «Ich habe meine Farben und das Malen ist fast wie eine Therapie, die einem in eine ganz andere Welt versetzt.»

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