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Ersatzwahl in den Stadtrat Bischofszell: Entscheidung fällt im zweiten Wahlgang

Der Nachfolger von SVP-Stadtrat Erich Schildknecht steht noch nicht fest. Jorim Schäfer (GLP) und Bruno Niedermann (SVP) verpassten am Sonntag das absolute Mehr.
Georg Stelzner
Das Bischofszeller Rathaus in der Marktgasse. (Bild: Nana Do Carmo)

Das Bischofszeller Rathaus in der Marktgasse. (Bild: Nana Do Carmo)

Viel hätte nicht gefehlt und es wäre zu einem politischen Erdbeben gekommen. Einiges spricht dafür, dass dieses Szenario nur aufgeschoben ist, distanzierte Jorim Schäfer von der in Bischofszell erst im Aufbau befindlichen Grünliberalen Partei seinen Mitbewerber Bruno Niedermann von der SVP doch um 25 Stimmen. Das ist nicht viel, in Anbetracht der Ausgangslage jedoch eine Überraschung, galt der SVP-Sitz in der Exekutive der Rosenstadt doch fast als unantastbar. Das absolute Mehr erreichte kein Kandidat, sodass die Entscheidung im zweiten Wahlgang fällt.

Schäfer erhöhte seinen Bekanntheitsgrad laufend

Jorim Schäfer darf sich als Etappensieger fühlen, fehlten ihm doch bloss zehn Stimmen, um den Sprung in den Stadtrat bereits jetzt zu schaffen. «Ich habe mit allem gerechnet, mit einem Wahlsieg schon im ersten Wahlgang genauso wie mit einer Niederlage. Aber natürlich bin ich jetzt positiv überrascht und sehr zufrieden», kommentierte Schäfer den Wahlausgang.

Das formidable Abschneiden führt der GLP-Kandidat auf seinen intensiven Wahlkampf zurück. Dieser beinhaltete vom Plakat und Flyer bis hin zu Präsenten und Auftritten in den sozialen Medien nahezu alles, was heutzutage möglich ist. Schäfer, der erst seit fünf Jahren in Bischofszell wohnt, fühlt sich in seiner Strategie bestätigt: «Man hat mich in den vergangenen Wochen wahrgenommen.» Er werde die Hände jetzt aber nicht in den Schoss legen, sondern «nochmals Vollgas geben».

Der Wahlausgang gibt der SVP Rätsel auf

Dasselbe gedenkt auch Bruno Niedermann zu tun, dessen Stimmungslage verständlicherweise nicht ganz so gut war. «Ich habe fast damit gerechnet, dass es zu einem zweiten Wahlgang kommen wird. Was mich aber sehr überrascht, ist die Tatsache, dass ich weniger Stimmen bekommen habe als mein Mitbewerber», erklärte der SVP-Kandidat.

Im Moment sei es für ihn schwierig, Gründe zu nennen. Er habe noch keine Erklärung dafür und werde das Resultat des ersten Wahlgangs mit der Partei analysieren. Die Frage, ob er im Wahlkampf etwas anders hätte machen sollen, könne er spontan nicht beantworten. Es werde nun darum gehen, die Wähler nochmals zu mobilisieren. Die tiefe Beteiligung am ersten Wahlgang habe ihn erstaunt, sagte Niedermann.

Die Wahl in Zahlen

Von den 1026 gültigen Stimmen entfielen auf Jorim Schäfer (GLP) 504, auf Bruno Niedermann (SVP) 479 und auf Vereinzelte 43. Das absolute Mehr lag bei 514 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 30,1 Prozent. Der zweite Wahlgang findet am Sonntag, 1. Juli 2018, statt. (st)

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