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Ersatzwahl in Bischofszell: Jorim Schäfer zieht in den Stadtrat ein

Knapp war es auch im zweiten Wahlgang. Auf Bruno Niedermann von der SVP entfielen nur 21 Stimmen weniger als auf den grünliberalen Wahlsieger.
Georg Stelzner
Wahlsieger Jorim Schäfer von der Grünliberalen Partei. (Bild: Andrea Stalder)

Wahlsieger Jorim Schäfer von der Grünliberalen Partei. (Bild: Andrea Stalder)

Die Freude bei Jorim Schäfer ist gross. «Ich war bis zuletzt gespannt und habe mit einem knappen Ausgang gerechnet. Jetzt bin ich natürlich überglücklich, dass es geklappt hat», sagt Schäfer kurz nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses.

Aufwendiger Wahlkampf macht sich bezahlt

Die Erleichterung, das angestrebte Ziel erreicht zu haben, sei umso grösser, als er einen aufwendigen Wahlkampf geführt habe. «Ohne diese Aktivitäten und ohne die grossartige Unterstützung durch meine engagierten Wahlhelfer hätte es nicht gereicht», ist der 43-Jährige überzeugt. Bruno Niedermann habe zu Beginn des Wahlkampfs bezüglich Bekanntheitsgrad doch einen recht grossen Vorsprung gehabt.

Da für die Ermittlung eines Nachfolgers für den zurückgetretenen Stadtrat Erich Schildknecht ein zweiter Wahlgang nötig war, hat Jorim Schäfer nicht lange Zeit, um sich auf die neue Funktion vorzubereiten. Im Grunde genommen gar keine, denn sein Mandat hat am 1. Juli begonnen und am nächsten Mittwoch nimmt er bereits erstmals an einer Sitzung des Stadtrates teil. Speziell ist auch, dass es schon in einem Dreivierteljahr zu Gesamterneuerungswahlen kommen wird. «Ich werde mich seriös in das Ressort meines Vorgängers einarbeiten und mich als Stadtrat nicht anders geben als ich es während des Wahlkampfs schon getan habe», versichert Schäfer. Er hoffe, die Wählerinnen und Wähler nun mit seiner politischen Arbeit überzeugen zu können.

Vergebens auf Heimvorteil gehofft

Bruno Niedermann hat für seine Niederlage keine schlüssige Erklärung. Eine Rolle könnte die Stimmfreigabe durch die CVP und FDP gespielt haben, vermutet er. Niedermann ist enttäuscht, dass er vom Umstand, in Bischofszell aufgewachsen zu sein, nicht mehr profitieren konnte, und wundert sich, «woher der Wahlsieger die vielen Stimmen hergenommen hat». Er habe ein gutes Gefühl gehabt und aufgrund der vielen Solidaritätsbezeugungen an den Erfolg geglaubt, sagt Niedermann am Sonntagmittag.

SVP will Schäfer im Auge behalten

Er könne sich und der SVP nichts vorwerfen, betont Niedermann. Während der Rosen- und Kulturwoche habe er den Wahlkampf nochmals intensiviert, persönliche Gespräche geführt und Flyer verteilt. Aus seiner Enttäuschung macht der SVP-Kandidat kein Hehl: «Die Wähler haben so entschieden. Das ist zu respektieren, aber ich finde es schade für Bischofszell.»

Die SVP werde dem neuen Stadtrat genau auf die Finger schauen und im Frühjahr 2019 versuchen, den verlorenen Sitz in der Bischofszeller Exekutive zurückzugewinnen. Ob er dann selber wieder in den Ring steigen wird, lässt Niedermann noch offen. «Im Moment bin ich in dieser Frage hin- und hergerissen.»

Die Wahl in Zahlen

Am zweiten Wahlgang zur Ermittlung des Nachfolgers von Stadtrat Erich Schildknecht beteiligten 979 Stimmberechtigte (27 Prozent). 12 Wahlzettel waren leer und 23 ungültig, womit es 944 massgebende Stimmen gab. Davon entfielen auf Jorim Schäfer von der GLP 475 Stimmen und auf Bruno Niedermann von der SVP 454 Stimmen. Vereinzelte andere erzielten insgesamt 15 Stimmen. (st)

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