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Erneute Kritik an HRS-Türmen in Arbon

Baudirektorin Carmen Haag nahm in Arbon am CVP-Podium Stellung zu den Plänen von HRS für die Metropol-Überbauung. Auch die Politik habe ein Wörtchen mitzureden, findet Stadtpräsident-Kandidat Dominik Diezi.
Max Eichenberger
Die HRS plant auf dem Metropol-Gelände mit dem Projekt «Riva» zwei 40 Meter hohe Zwillingstürme. (Bild: Max Eichenberger)

Die HRS plant auf dem Metropol-Gelände mit dem Projekt «Riva» zwei 40 Meter hohe Zwillingstürme. (Bild: Max Eichenberger)

«Sind alle Vorschriften eingehalten, besteht grundsätzlich ein Anrecht auf Baubewilligung.» Das sagte die Thurgauer Baudirektorin Carmen Haag bei der CVP Arbon am Dienstagabend zur Frage der geplanten Metropol-Überbauung durch HRS. Allerdings dürfte es «noch lange dauern», bis ein bewilligungsfähiges Projekt vorliegt. Denn es gibt verschiedene Knackpunkte.

Bundesinventar verlangt sorgfältigen Umgang

Zum einen dürfte sich der Prozess weiter hinziehen, weil das aus einem Wettbewerb hervorgegangene HRS-Projekt «Riva» mit den zwei 40 Meter hohen Zwillingstürmen nicht der Regelbauweise entspreche, sagte Regierungsrätin Haag. Einen vorsichtigen Umgang mit dem Gelände am See gebiete zudem das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), in dem sich eben dieser Perimeter befindet.

Die Stadt Arbon will im Zuge der laufenden Ortsplanungsrevision die Metropol-Parzelle in eine neue Zone umlagern, in der hohe Häuser (auch Bauten höher als 30 Meter) möglich sind. Eine Zonenplanänderung kann jedoch nicht ohne das Volk vollzogen werden. Ein Projekt muss zudem, ehe über ein Bauprojekt entschieden werden kann, vorab das Gestaltungsplanverfahren durchlaufen.

Der Gestaltungsplan untersteht dem fakultativen Referendum. Also auch dazu könnte das Volk mitreden. Grundsätzlich dürfe man einem privaten Investor nicht vorschreiben, was er machen soll, erinnerte Regierungsrätin Carmen Haag. Doch was mehrheits- und bewilligungsfähig ist, werde HRS selber abschätzen müssen.

Auf Dauer unhaltbar und keine Visitenkarte für Arbon

«Die Politik wird da schon noch ein Wörtchen mitzureden haben», sagte Arbons einziger Kandidat für die Wahl ums Stadtpräsidium am 10. Februar, Dominik Diezi. Eines ist auch für ihn klar: Der jetzige Zustand des Metropol mit dem Bretterverschlag sei auf Dauer nämlich «unhaltbar» und gebe «keine Visitenkarte für Arbon» ab.

«Das macht den Eindruck, als wenn sich Arbon gegen eine WEF-Demonstration rüstet.»

«HRS ist für Arbon ein wichtiger Partner»

Mit HRS sei das Gespräch zu suchen. «HRS ist für Arbon ein wichtiger Partner. Ich hoffe auf einen Dialog, um Fragen zu klären und Transparenz zu erreichen», sagte Diezi weiter. Kritik wurde an der Veranstaltung der CVP Arbon laut, HRS wolle der Stadt beim Metropol eine Zonenplanänderung aufzwingen, was so nicht angehe. Der Architekturwettbewerb hätte auf der Grundlage des bestehenden Zonenplans ausgeschrieben werden sollen. Allenfalls sei ein Kompromiss in der Höhe der Bauten anzustreben.

Dennis Reichardt, Präsident der Arbeitgebervereinigung AVA, glaubt indes nicht daran, das HRS von ihrem Wunschprojekt abrücken werde. Bisher ist erst geklärt, und das nach hitziger Debatte mit Gutachten, Gegen- und Obergutachten sowie schliesslich dem Entscheid des Kantons, dass das jetzige Hotel Metropol, das schon länger leer steht, nicht schutzwürdig ist.

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