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Ermatinger Jungunternehmen will mit einem Wasserfilter die Welt verbessern

Die Firma Umuntu GmbH hat ein Produkt entwickelt, das Wasser von Mikroplastik, Medikamentenrückständen, Nitrat und rund 500 weiteren Stoffe befreit. Sauberes Trinkwasser sei ein Menschenrecht, sind die Gründer überzeugt.
Judith Schuck
Björn Gross und Fabio Hüther wollen mit ihrem Filtersystem eine weltweite Bewegung starten. (Bild: Judith Schuck)

Björn Gross und Fabio Hüther wollen mit ihrem Filtersystem eine weltweite Bewegung starten. (Bild: Judith Schuck)

Rund 30 Gäste folgten diese Woche der Einladung zu einer Wasserdegustation ins Eventrestaurant Königsblut in Hugelshofen, um mehr über das Geheimnis von «Umuntu» zu erfahren. Unter den Besuchern waren vor allem Gastronomen, Innenarchitekten sowie Sanitär- und Kücheninstallateure. Auch einige Privatleute wollten wissen, was sich hinter dem besonderen «Hahnengold»» verbirgt.

Die Hälfte unseres Wassers ist importiert

«Wir Schweizer lieben Wasser. Wir trinken davon am meisten im europäischen Vergleich», führte Firmengründer Fabio Hüther in seinen Vortrag ein. Dabei kämen 50 Prozent des Wassers aus dem Ausland. «Viele trinken lieber Wasser von den Fidschi-Inseln, weil irgendein Promi dafür geworben hat», so der 23jährige Jungunternehmer.

Hüther erkrankte mit acht Jahren an Knochenkrebs; er besiegte die Krankheit und nahm diese zweite Chance als Anlass, sich für eine bessere Welt einzusetzen. Mit 14 Jahren unterstützte er ein Projekt, mit dem er Kindern in einem gambischen Dorf die Schulbildung ermöglichte.

«Doch als eines meiner Patenkinder starb, weil es verunreinigtes Wasser getrunken hatte, wurde mir klar, dass alle Bildung der Welt nichts hilft, wenn man kein sauberes Wasser hat»,

sagt der Jungunternehmer. So entstand die Idee für «Umuntu», ein Wasserfiltersystem, das weltweit für die Reinigung von Wasser eingesetzt werden kann. Die Firmeninhaber versprechen kostensparender, umweltschonender und wesentlich sauberer zu sein, als andere Anbieter. «500 der wichtigsten Stoffe wie Mikroplastik, Medikamentenrückstände, Glyphosat oder Nitrat können wir aus dem Wasser herausholen», meinte Marketingchef Mark Leinemann. Mit dem «Water-Naturaliser» werde zudem Kalk umgewandelt, das Wasser so weicher und bekömmlicher. Mineralstoffe gingen zwar neben den Schadstoffen auch durch den Filter. Aber wer möchte, kann es sich mit Vulkangestein wie bei Volvic, Kristallen oder Mineralstoffen anreichern lassen.

Wasser darf nicht privatisiert werden

«Wir wollen, dass jeder sein individuelles Wasser herstellen kann», erklärte Hüther. Die Menschen sollten wieder mehr Wasser trinken, dabei aber Verpackungen und lange Transportwege vermeiden. «Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht und kein Privileg», ist das Motto der Firma. Hüter möchte auch Menschen in Drittweltländern den Zugang zu sauberem Wasser gewährleisten. «Wir wollen den Wasserbesitz demokratisieren, nicht privatisieren wie bei Nestle.» Der Name stamme aus der Umuntu-Philosophie und bedeute «I am because we are», die Menschheit brauche mehr Miteinander, anstatt Gegeneinander.

Umuntu zum Probieren

Die Umuntu GmbH gründete Jungunternehmer Fabio Hüther im September 2017 nach Abschluss seines Ingenieurstudiums. Die Firma, ein ökologisches Wasserfilter-Start-Up, hat ihren Sitz in Ermatingen, stellvertretender Leiter ist Björn Gross. Umuntu vertreibt in erster Linie ihre Wasserfiltersysteme, engagiert sich darüber hinaus auch im Bereich Bildung, Aufklärungsarbeit und Entwicklungshilfe. Das in Flaschen abgefüllte Wasser kann über www.umuntu.ch bestellt werden.

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