Ermatinger Gemeinderat zu den hohen Pegelständen: «Sanierung der Schiffslände Stedi musste eingestellt werden»

Für Thomas Ribi, Vize-Gemeindepräsident und Leiter der Bootsstationierung Ermatingen, sind die hohen Pegelstände des Bodensees normal. Ärgerlich sei viel mehr der Baustopp der Sanierung Stedi, die sich durch das Wasser nun hinauszögert.

Geraldine Bohne
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Ermatingen TG - Hochwasser bei der Baustelle an der Stedi Ermatingen. (Bild: Andrea Stalder)

Ermatingen TG - Hochwasser bei der Baustelle an der Stedi Ermatingen. (Bild: Andrea Stalder)

Die Schiffslände Stedi steht komplett unter Wasser. Was für Auswirkungen hat das auf die Sanierung?

Wir mussten die Sanierung einstellen und warten nun darauf, dass der Pegel wieder sinkt. Das Ganze ist natürlich ärgerlich, denn man verliert Zeit.

Wann erwarten sie, weiterbauen zu können?

Das hängt von der Wetterprognose ab. Wenn es einen warmen Sommer gibt, können wir in einem Monat vielleicht wieder weitermachen. Leider steigt der Pegel viel schneller, als dass er fällt.

Thomas Ribi, Vize-Gemeindepräsident von Ermatingen.  (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Thomas Ribi, Vize-Gemeindepräsident von Ermatingen.
(Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Hat der erhöhte Pegel irgendwo Schaden angerichtet?

Bei der Schiffslände geht durch das Wasser nichts kaputt. Zudem sind dort Wasserbauer am Werk, diese sind sich an das Wasser gewöhnt.

Wurden präventive Massnahmen eingeleitet, um ein Hochwasser in der Gemeinde zu verhindern?

Sandsäcke stehen bei den Werkhöfen immer bereit. Zudem haben wir zum Wellenschutz Sandbänke errichtet und die Feuerwehr war vorbereitet. Hier lebt man mit dem Wasser. Als Seebub bin ich mich an Hochwasser gewöhnt.