Erler Sekundarschüler lassen ihrer Fantasie freien Lauf

Die Drittklässler der Sekundarschule Erlen präsentierten ihre Semesterprojekte der Öffentlichkeit. Bei der Auswahl ihrer Arbeiten hatten die Jugendlichen grossen Ideenreichtum bewiesen.

Monika Wick
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Drei Schülerinnen zeigen an der Ausstellung ihre Textil-Drucke. (Bild: Monika Wick)

Drei Schülerinnen zeigen an der Ausstellung ihre Textil-Drucke. (Bild: Monika Wick)

Im Grill loderte ein Feuer. Der Geruch vom verbrannten Holz vermischte sich mit demjenigen vom gebratenen Fleisch. Auf der heissen Eisenplatte lagen Fleischbällchen, die Milo Brauchli fleissig wendete und anschliessend zwischen zwei Brothälften klemmte.

Die Hamburger schmeckten hervorragend und waren der beste Beweis dafür, dass der Grill, den der 15-Jährige als Semesterprojekt gebaut hatte, auch funktionstüchtig ist.

Eigenleistung war ein wichtiger Faktor

Am Dienstagabend präsentierten 53 Drittklässler der Sekundarschule im Mehrzwecksaal ihre Projekte, die seit Beginn des Schuljahres entstanden waren.

«Eine Vorgabe für die Schüler lautete, dass sie den grössten Teil der Arbeit in Eigenleistung erbringen müssen und diese auch in der geforderten Zeit bewältigbar ist», erklärte Thomas Keller, einer der vier Klassenlehrer. «Dazu kamen die Planung der Arbeit, die Bestellung der benötigten Materialien und die Dokumentation der Arbeitsschritte», fügte er hinzu.

Nicht zu unterschätzen war laut Keller die mündliche, 15 Minuten dauernde Präsentation der Objekte vor einer siebenköpfigen Jury. «Alles in allem kam alles zum Zug, was in den vergangenen neun Jahren erlernt wurde», sagte Thomas Keller.

Möbel üben einen grossen Reiz aus

Der Andrang in der Halle war riesig, ein Durchkommen erschien zeitweise fast unmöglich. Das Interesse an den Arbeiten war zu Recht so gross. Die Schüler präsentierten nicht ohne Stolz ihre Werke und gaben bereitwillig Auskunft.

Der beliebteste Artikel waren Möbel. Von Schreibtischen über Regale bis hin zum Bett oder zu Gartenliegen war alles vorhanden. Auch ein Kratzbaum für Katzen, ein Gänsestall oder ein Käfig für Hamster zogen die Blicke auf sich.

Estrich in Fernsehzimmer umgewandelt

Ein besonders ausgefallenes Projekt präsentierte Yannik Stamm. Der 13-jährige Sportschüler hatte in seinem Elternhaus in Ottoberg einen Estrichraum in ein Lese- und Fernsehzimmer ausgebaut.

«Ich habe isoliert, Gipsplatten befestigt und verputzt», erklärte er und zeigte dazu Bilder. «Das Ganze war aufwendiger als ich es mir vorgestellt habe», sagte Yannik Stamm.

Dario Langhart hatte den Kinderspielplatz vor seinem Elternhaus in eine Wohlfühloase umgebaut. «Es ist besser herausgekommen, als ich es mir vorgestellt habe», erklärte der 15-jährige Weinfelder.

Preise für die besten Arbeiten

Unter die Autorinnen ist Mia Schneider gegangen. Die grosse Leidenschaft der 14-jährigen Weinfelderin ist das Eiskunstlaufen. In ihrem Werk beschreibt sie die passende Ausrüstung, das Aufwärmtraining und gibt Anleitungen zu diversen Sprüngen.

«Hinter uns liegen zwei intensive Tage. Im 15-Minuten-Takt wurden uns Arbeiten präsentiert», erklärte Klassenlehrerin Claudia Liptai, die zudem zum Jury-Team gehört hatte. Die Siegerprojekte aus den verschiedenen Kategorien werden mit Preisen belohnt. Verdient hätten alle einen.