Neues Plätzchen in Aussicht: Thurgauer Schweinchen Willi darf weiterleben

Gute Neuigkeiten aus dem Oberthurgau. Der Minipig-Eber, der sein Gspändli verloren hat und deshalb sterben sollte, soll weiterleben. Es liegen drei Angebote vor, das Tier zu übernehmen.

Rita Kohn
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Minipigs werden oft als Haustiere gehalten. (Bild: Rita Kohn)

Minipigs werden oft als Haustiere gehalten. (Bild: Rita Kohn)

Für Willi zeichnet sich ein Happy End ab. Der zehnjährige Minipig-Eber sollte eingeschläfert werden, weil sein Gspändli gestorben war und Einzelhaltung von Schweinen verboten ist. Um ihn davor zu bewahren, suchte die Tierhilfe Schweiz über die sozialen Medien nach einem neuen Platz. «Wir haben drei konkrete Angebote», bestätigt Beatrice Baumann von der Tierhilfe Schweiz.

Auf ihren Notruf hat Beatrice Baumann zahlreiche Reaktionen bekommen. Darunter waren Angebote für einen neuen Lebensplatz. «Diese Optionen werden wir nun prüfen und die beste wählen», sagt die Tierschützerin. Fest steht, dass der Notruf eine grosse Welle von Hilfsbereitschaft ausgelöst hat. Innerhalb von nicht einmal 24 Stunden war der Post auf Facebook rund 2900-mal geteilt worden.

Veterinäramt hat keine Verfügung erlassen

Auf den Notruf gab es aber auch geharnischte Reaktionen. Besonders in die Kritik geriet dabei das Thurgauer Veterinäramt. Die Tierhilfe hatte in ihrem Notruf geschrieben: «Willi, der zehnjährige Minipig-Eber, muss sterben, wenn er bis Freitag 15. Februar kein neues Zuhause findet. So will es das Thurgauer Veterinäramt.» Dagegen verwahrt sich das Veterinäramt jedoch. Zwar bestätigt es, dass Einzelhaltung von Schweinen von Gesetzes wegen nicht zulässig ist, da es sich um soziallebende Tiere handle.

Im Fall von Willi habe es aber keine Verfügung vom Veterinäramt gegeben. Und: «Unserem Amt ist kein Fall bekannt, in welchem nur aufgrund der Einzelhaltung eines Schweins dessen unmittelbare Euthanasierung angeordnet wurde.» Sollte das Veterinäramt aufgrund einer illegalen Einzelhaltung korrigierend eingreifen müssen, werde dem Tierhalter in der Regel eine Frist von drei Monaten gewährt, um selbst die ihm richtig erscheinende Lösung zu treffen.