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Erlens Gemeindepräsident nimmt mit erfreulicher Rechnung Abschied

Die Rechnung 2018 der Politischen Gemeinde Erlen weist einen aussergewöhnlich hohen Gewinn aus. Er wird für zusätzliche Abschreibungen und als Vorfinanzierung für Umweltprojekte Verwendung finden.
Georg Stelzner
Gemeindepräsident Roman Brülisauer leitet in Erlen zum letzten Mal eine Gemeindeversammlung. (Bild: Hannelore Bruderer)

Gemeindepräsident Roman Brülisauer leitet in Erlen zum letzten Mal eine Gemeindeversammlung. (Bild: Hannelore Bruderer)

Gewohnt effizient wie in den zwölf Jahren zuvor führte Gemeindepräsident Roman Brülisauer am Donnerstagabend durch seine letzte Gemeindeversammlung in Erlen. An der Versammlung nahmen 81 Stimmbürger teil.

Die Wahlen der Urnenoffizianten und der Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission (RPK) für die Legislaturperiode 2019 bis 2013 wurden in globo durchgeführt.

Neues Mitglied in der RPK

Während alle 14 Urnenoffizianten nochmals antraten und einstimmig bestätigt wurden, gab es einen Wechsel bei den RPK-Mitgliedern. Michael Schiess, seit 2015 in der RPK, trat nicht mehr an. Marlen Weidmann aus Riedt wurde neu gewählt, die fünf Bisherigen in ihren Ämtern bestätigt.

Nach den Wahlen wurden die Stimmberechtigten gebeten, ihre Stimmen für die vier Einbürgerungsgesuche in die Urne zu legen. Eine Familie und drei Einzelpersonen hatten ein Gesuch gestellt.

Während die Stimmenzähler im Nebenraum die Resultate der geheimen Wahl auszählten, ging es im Saal mit dem Traktandum «Übertrag einer Baulandparzelle vom Landkreditkonto ins Finanzvermögen» weiter. Diesem Antrag der Behörde stimmten die Anwesenden einstimmig zu.

Rückzahlungen weit über Erwartungen

Ebenso geschlossen genehmigten sie die Rechnung 2018. Diese schliesst bei einem Gesamtaufwand von 6 234 908 Franken und einem Gesamtertrag von 7 307 514 Franken mit einem Gewinn von 1 072 606 Franken. Gegenüber dem Budget, das ein Defizit von rund 570 000 Franken vorsah, beträgt die Besserstellung rund 1,6 Millionen Franken.

Zurückzuführen ist diese Besserstellung auf höhere Einnahmen in allen Steuerbereichen. Gleichzeitig fiel der Aufwand in den Bereichen Gesundheit und Sozialhilfe tiefer als im Budget aus, da unerwartet hohe Rückzahlungen aus früheren Jahren eingingen.

Forderung nach steuerlicher Entlastung

Bei diesem guten Rechnungsresultat solle der Gemeinderat eine Steuerfusssenkung in Betracht ziehen, forderte ein Votant. «Dieses Anliegen ist notiert und wird in den Budgetierungsprozess einfliessen», bestätigte Brülisauer.

Der Gewinnverwendung stimmten die Anwesenden ebenfalls einstimmig zu. Mit 600 000 Franken werden zusätzliche Abschreibungen getätigt, 400 000 Franken werden in die Vorfinanzierung zukünftiger Umwelt- projekte eingelegt und der Restbetrag wird dem Eigenkapital zugeschlagen.

Beim zweckgebundenen Geld in der Vorfinanzierung, versicherte Roman Brülisauer, dass der Gemeinderat darauf achten werde, dass es in Projekte fliesst, die allen Einwohnerinnen und Einwohnern zugutekommen.

Verabschiedung von Gemeinderat Zurbuchen

Ohne Gegenstimmen und Wortmeldungen genehmigten die Stimmbürger ebenfalls die Rechnungen der Technischen Betriebe Wasser, Elektrizität, Abwasser und Abfall. Kurz vor Schluss der Gemeindeversammlung wurden die Resultate der Einbürgerungen bekannt gegeben. Alle Anträge wurden grossmehrheitlich gutgeheissen.

Untermalt mit Bildern würdigte der Gemeindepräsident das Wirken von Gemeinderat Simon Zurbuchen (SVP), der in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr Mitglied der Behörde sein wird. Dann lud Brülisauer die Anwesenden zum Apéro in das Foyer der Aachtalhalle ein.

Ausführliche Botschaft nur noch im Netz

Erstmals hatte der Gemeinderat Erlen auf das Versenden einer umfangreichen Botschaft im Vorfeld der Gemeindeversammlung verzichtet. Stattdessen fasste er die wichtigsten Zahlen in einer achtseitigen Einladung zur Versammlung zusammen und stellte die komplette Botschaft auf die Homepage.

Wie viel Papier damit gespart werden kann, zeigte Gemeindepräsident Roman Brülisauer anhand von 20 grossen Schachteln, die neben der Bühne aufgestapelt waren. Die Möglichkeit, bei der Gemeindeverwaltung eine komplette gedruckte Botschaft anzufordern, habe niemand genutzt, sagte er. Dies bestätige den Gemeinderat darin, weiter so zu verfahren. Informationen im Internet auf der Website www.erlen.ch. (hab)

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