Erlen

Volksschulgemeinde senkt den Steuerfuss

Die Schulbürger nehmen dafür ein Minus von rund 290'000 Franken im Budget des nächsten Jahres in Kauf. Und sie genehmigten an der Budgetgemeinde auch alle Anträge der Behörde.

Monika Wick
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Schulpräsident Heinz Leuenberger.

Schulpräsident Heinz Leuenberger.

Bild: Monika Wick

Die Erler müssen ab dem kommenden Jahr trotz eines budgetierten Verlusts weniger Steuergelder für die Schule aufwenden. Das entschieden die 99 Stimmberechtigten (Beteiligung: 4 Prozent), die am Donnerstagabend an der Gemeindeversammlung der Volksschul­gemeinde Erlen teilnahmen. Coronabedingt wurden die Beschlüsse nicht im Mehrzwecksaal, sondern in der geräumigen Aachtalhalle gefasst. Schulpräsident Heinz Leuenberger erklärte:

«Hochrechnungen lassen den Schluss zu, dass für das Budget 2021 eine Senkung des Steuerfusses um vier Prozentpunkte auf 96 Prozent vernünftig ist. Die Schule hat in der ­Vergangenheit mit ihrem antizyklischen Verhalten gute Er­fahrungen gemacht.»

Diese Meinung teilte der Souverän. Die anwesenden Stimmbürger hiessen das Budget 2021, das bei einem Aufwand von 12,04 Millionen Franken und einem Ertrag von 11,75 Franken mit einem Verlust von rund 290'000 Franken rechnet, diskussionslos und ohne Gegenstimmen gut.

Alle Anträge kamen problemlos durch

Auch bei sämtlichen weiteren Anträgen der Schulbe­hörde herrschte bei den Stimmberechtigten kein Redebedarf. Sie winkten alles einstimmig durch. So bekommt die Schule neue Informations- und Kommunikationstechnologie im Wert von 460'000 Franken. «Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Schulleitung, Schulbehörde und Verwaltung erhalten damit eine angemessene Ausrüstung zur Erfüllung ihrer Aufträge», erklärte Leuenberger. Rund 185'000 Franken kann die Behörde nach dem Willen der Stimmbürger für die Erneuerung der Heizungsanlage im Schulhaus Kümmertshausen ausgeben. Leuenberger versicherte:

«Mit der Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe wird eine zukunftsorientierte und ökologische Wärmeerzeugung ermöglicht.»

Als letztes bewilligtes Projekt kann die Schulbehörde die 150'000 Franken teure Sanierung des Singsaals im Erler Backsteinschulhaus in Angriff nehmen.

Vandalismus kommt Schule teuer zu stehen

Das Traktandum Mitteilungen nutzte Heinz Leuenberger, um einen Überblick über die Beschädigungen und den Vandalismus auf der Schulanlage zu geben. Diese reichen vom mutwilligen Zerstören von Sonnenstoren, der Beschädigung von Eternitfassaden, Einbrüchen in Schulgebäude bis zum Ausgraben und Stehlen von Rosen­stöcken. «Diese Dinge belasten die Rechnung 2020», gab der Präsident zu bedenken.

Abschliessend bat er Gewerbetreibende darum, trotz der schwierigen Situation Schnupperlehren durchzuführen. «Die Schüler der Sekundarstufe 1 sind darauf angewiesen», betonte er.