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Erlen legt grossen Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

An der Gemeindeversammlung fällt diese Woche die Entscheidung über das Projekt «Familienergänzende Betreuung». Abgestimmt wird in der Volksschulgemeinde Erlen und in der Politischen Gemeinde Erlen.
Hannelore Bruderer
Schulpräsident Heinz Leuenberger und Gemeindepräsident Roman Brülisauer haben das gleiche Ziel. (Bild: Hannelore Bruderer)

Schulpräsident Heinz Leuenberger und Gemeindepräsident Roman Brülisauer haben das gleiche Ziel. (Bild: Hannelore Bruderer)

Seit einigen Jahren führen die Volksschule und die politische Gemeinde ihre Gemeindeversammlung am gleichen Abend durch. Heuer haben beide das Projekt «Familienergänzende Betreuung in Erlen» mit einem Kreditantrag traktandiert. Abgestimmt wird separat.

«Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema. Gemeinden haben einen gesetzlichen Auftrag zu klären, welche Bedürfnisse ihre Einwohner in dieser Hinsicht haben und falls ein Bedarf besteht, entsprechende Strukturen zu schaffen», sagt Gemeindepräsident Roman Brülisauer.

Schule und Gemeinde ziehen am gleichen Strang

Obwohl die Verantwortung bei der politischen Gemeinde liegt, ist in Erlen die Schule seit rund zehn Jahren mit im Boot. Denn in welchem Umfeld ein Kind aufwächst, hat auch Einfluss auf seinen schulischen Werdegang.

«Der präventive Faktor einer guten ausserschulischen Betreuung kann nicht genug betont werden», sagt Schulpräsident Heinz Leuenberger. Die angestrebte familienergänzende Betreuung geht denn auch weit über das bestehende Angebot des Mittagtisches hinaus.

Es deckt die Zeit von morgens um sieben bis abends um 18 Uhr ab und beinhaltet neben der gesunden Ernährung eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Betreut und begleitet werden die Kinder und Jugendlichen dabei von Fachpersonen.

Kampf gegen ein weitverbreitetes Vorurteil

Vorurteil aus der Welt schaffen Damit alle vom neuen Angebot profitieren können, ist das Tarifsystem sozialverträglich gestaltet worden. Die Kosten für die Betreuung werden aufgrund des steuerbaren Einkommens und Vermögens berechnet.

«Man muss vom Vorurteil wegkommen, dass nur gut verdienende Paare ihre Kinder in Tagesstätten betreuen lassen, damit sie ihrem Beruf nachgehen können», sagt Brülisauer. «Es gibt Familien, die auf zwei Einkommen angewiesen sind. Ein weiteres Beispiel sind Alleinerziehende, die ohne Arbeit auf Sozialhilfe angewiesen wären. Einer Tätigkeit können sie aber nur nachgehen, wenn sie ihre Kinder gut versorgt wissen.»

In Erlen ist man das Projekt «Familienergänzende Betreuung» professionell angegangen, hat eine Kommission gegründet und ein Meinungsforschungsinstitut mit einer Umfrage beauftragt. Nach einem ausgewiesenen Bedarf nach der Auswertung der Umfrage und vorwiegend positiven Rückmeldungen an Informationsanlässen hat eine Arbeitsgruppe das Konzept erarbeitet.

Schule und Gemeinde tragen die Kosten

Das Projekt erhält mit einem Ja der Stimmbürger zu den jährlich wiederkehrenden Kosten grünes Licht. Für die erste Phase mit einem Angebot für Kinder im Schulalter veranschlagt die Gemeinde 52'000 Franken und die Schule 75'000 Franken. Gemäss Planung wird die erste Phase bis 2020 dauern.

In einer zweiten Phase soll das Angebot auf Kinder im Vorschulalter ausgeweitet werden. Die Gemeinde rechnet dann mit jährlichen Kosten von rund 177'000 Franken und die Schule mit 112'000 Franken.

Die Gemeindeversammlungen der Volksschulgemeinde Erlen und der Politischen Gemeinde Erlen finden am Donnerstag, 29. November 2018, im Mehrzwecksaal der Schule in Erlen statt; Beginn um 19.30 Uhr.

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