Erinnerungen an das erste Romanshorner Nationenfest vor 20 Jahren: «Am Schluss tanzten wir mit den letzten Gästen Sirtaki»

Am Samstag, 22. Juni, feiert das Romanshorner Nationenfest seinen 20. Geburtstag. Seit der ersten Austragung mit dabei ist Pilar Cangelosi. Erinnerungen.

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Eine Bauchtänzerin zeigt dem zahlreich erschienenen Publikum ihr Können.(Bild: PD aus dem Jahr 2018)

Eine Bauchtänzerin zeigt dem zahlreich erschienenen Publikum ihr Können.
(Bild: PD aus dem Jahr 2018)

(red) Spanien, Italien, Kroatien, Schweiz: Nur eine Handvoll Nationen markierten im Jahr 2000 bei der Premiere des Romanshorner Nationenfestes Präsenz. Der Anlass fand damals noch auf der Schlosswiese statt. Und war ein paar Nummern kleiner als das heutige Nationenfest, das seit 2014 an der Hafenpromenade stattfindet.

Pilar Cangelosi (Bild: PD)

Pilar Cangelosi (Bild: PD)

«Nie hätte ich damals gedacht, dass aus diesem Anlass einmal ein solcher Grossanlass entstehen würde», sagt die 54-jährige Pilar Cangelosi. Die Schweiz-Spanierin erinnert sich gut an die erste Austragung: «Es gab ein paar wenige Tische. Und wir Spanier boten Omeletten an», lacht sie.

Faszinierender Grundgedanke

«Die Menschen leben am selben Ort und kennen sich trotzdem nicht. Vor diesem Hintergrund habe ich damals beschlossen, am Nationenfest mitzumachen», blickt Pilar Cangelosi zurück. Der Grundgedanke des Festes – das gemütliche Beisammensein und der Austausch unter Angehörigen verschiedener Kulturen – fasziniert Cangelosi bis heute. Gerade weil das Fest keine politische Note habe, habe es auch nie Probleme gegeben.

Höhepunkt für viele in der Agenda

Nicht seit Anbeginn, aber ebenfalls schon viele Jahre mit dabei ist Manuel Bilgeri. Der frühere Moderator und heutige Präsident des Nationenfestes freut sich auf den Anblick einer vollen Hafenpromenade am 22. Juni. Nationenfest, das bedeutet für ihn aber einiges mehr als viel Publikum. Er sagt:

«Die Zusammenarbeit im OK mit Menschen aus den verschiedensten Nationen erfüllt mich mit Freude.»

Ein spezieller Moment sei es jeweils auch, wenn das ganze OK auf der Bühne den Nationenfest-Song intoniere. Das 20-Jahr-Jubiläum des Anlasses begehen die Verantwortlichen bewusst nicht speziell. «Wir wollen keine Selbstbeweihräucherung betreiben, sondern das Nationenfest als das begehen, was es jedes Jahr ist: Ein Höhepunkt für viele Menschen in der Agenda», sagt Bilgeri. Das Bühnenprogramm beinhaltet dieses Jahr unter anderem eine Animation für Kinder. Zudem gibt es wieder einen Wettbewerb.

Impressionen vom Nationenfest 2016 in Romanshorn. (Bild: Reto Martin)

Impressionen vom Nationenfest 2016 in Romanshorn. (Bild: Reto Martin)

«Ein schönes Zeichen»

Das gemütliche Beisammensitzen: Das ist es, was Pilar Cangelosi auch nach 20 Jahren nach wie vor am Nationenfest schätzt. Ein längst vergangener Moment ist ihr speziell in Erinnerung geblieben: Die meisten Gäste des Nationenfestes, das damals noch auf dem Bodanparkplatz stattfand, hatten schon längst den Heimweg angetreten, als die Stimmung nochmals hochkochte: «Am Schluss tanzten wir mit den letzten Gästen Sirtaki», blickt Cangelosi zurück. Sie spricht von einem speziellen Augenblick, in dem sie gedacht habe:

«Das ist es jetzt, das ist die Grundidee des Festes!»

Auch auf die 20. Austragung freut sie sich. «Die Kinder vieler Nationenfestler sind hier zur Welt gekommen und längst erwachsen. Trotzdem besuchen sie den Anlass nach wie vor. Ein schönes Zeichen!»

Veranstaltungshinweis Nationenfest

Nationenfest Romanshorn, Samstag, 22. Juni, ab 12 Uhr, Hafenpromenade; Bühnenprogramm ab 15 Uhr