Trotz oder wegen Corona: Erfolgreiche Saison für Amriswiler Badi und Strandbad

Vorwiegend Schweizer besuchten dieses Jahr den Campingplatz und das Strandbad in Uttwil. Auch die Badi in Amriswil zog viele Besucher an.

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Das Amriswiler Strandbad und der Campingplatz in Uttwil erreichen dieses Jahr Rekordumsätze.

Das Amriswiler Strandbad und der Campingplatz in Uttwil erreichen dieses Jahr Rekordumsätze.

Bild: Manuel Nagel (Uttwil, 27. Juli 2018)

(red) Wer während der Sommerferien durch den Campingplatz und das Strandbad Amriswil in Uttwil schlenderte, erblickte Autos aus Bern, Zürich oder aus der Waadt. Viele Schweizer Touristen verbrachte eine Auszeit am Bodensee. Das offenbart sich nun, da sich die Saison dem Ende zuneigt, auch in den Zahlen. Andreas Fässler, Mitglied der Strandbadkommission, sagt:

«Wir sind äusserst zufrieden mit der Auslastung des Campingplatzes, zumal sich der Umsatz schon auf Vorjahresniveau bewegt.»

Und das, obwohl der Camping rund vier Wochen später eröffnet wurde als gewöhnlich. Zum Vergleich: Die Umsätze durch Touristencamper betrugen 2019 insgesamt 97'000 Franken und vor zwei Jahren 80'000 Franken. Dieses Jahr, gut drei Wochen vor Saisonende und abzüglich vier Wochen Eröffnungsverspätung aufgrund des Lockdowns, sind bereits über 100'000 Franken erreicht.

Dass der Campingplatz diesen Sommer besonders gut gelaufen ist, bemerkte auch Platzwart Sabino Ciarla an vorderster Front. Man habe innerhalb von zwei Monaten so viele Leute wie in der ganzen Saison 2019 gehabt. Und auch jetzt sei man noch jedes Wochenende ausgebucht. Platzwart Ciarla sagt:

«Teilweise sind wir ganz schön ins Schwitzen geraten, weil es so viel zu tun gab.»

Ebenfalls aufgefallen ist Ciarla der hohe Anteil einheimischer Touristen, die gemäss Andreas Fässler heuer 75 Prozent ausmachen, in anderen Jahren waren es rund 60 Prozent Schweizer.

Bis heute gut besucht ist auch das Strandbad-Restaurant, sagt Remo Volmar, der mit seinem Team erst sieben Wochen später eröffnete als geplant. «Zugutekam uns das Wetter in der Hauptsaison, das uns viele Gäste bescherte», erklärt der Wirt. Und die hohe Anzahl Gäste bricht selbst jetzt im September nicht ein. «Solange das schöne Wetter hält, dürfte es so weitergehen», schätzt Volmar. Bleibt also zu hoffen, dass sich die Sonne bis zum Saisonende mit Metzgete vom 1. bis 4. Oktober noch öfter blicken lässt.

Amriswiler verbrachten Sommerferien zu Hause

Von einer gelungenen Saison spricht man derweil nicht nur am See in Uttwil, sondern auch in der Amriswiler Badi, die zwar nicht von Touristen, allerdings von daheim gebliebenen Amriswiler Familien profitieren konnte, die in der Schulferienzeit aufs Reisen verzichtet haben. Gemäss Bademeister Daniel Schönenberger kann das Schwimmbad trotz vier Wochen verspäteter Eröffnung 45'000 Eintritte verbuchen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 52'000. «Ein grosser Teil der Amriswiler hat die Sommerferien offenbar hier verbracht», erklärt sich Schönenberger den Erfolg. Die Obergrenze von 2000 Personen im Schwimmbad sei natürlich nie überschritten worden. Insgesamt seien auch die restlichen besonderen Hygienemassnahmen – zum Beispiel das Aufstellen und Nachfüllen von Desinfektionsmittelspendern – ohne Probleme machbar gewesen.

Im Gegensatz zum Campingplatz lassen die Gäste in der Badi nun nach. «Wenn es aber wieder etwas wärmer wird, kann es schon sein, dass es noch einmal einen guten Baditag gibt», sagt Schönenberger. Lange haben Schwimmer und Sünneler dieses Jahr aber nicht mehr Zeit, um die Infrastruktur zu nutzen: Saisonende ist nächsten Sonntagabend, 20. September. Denn eine Verlängerung ist – wie auch auf dem Campingplatz – nicht vorgesehen.

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Am Montag eröffnete der Amriswiler Campingplatz die Saison. Neuer Platzwart ist Sabino Ciarla, seine Stellvertreterin Astrid Blatt. Bereits seit Samstag kann man bei Remo Volmar im Restaurant einkehren.

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Manuel Nagel