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«Er ist einfach ein alter Charmeur», sagt ein Besucher über Christoph Blocher

Zum «SVP bi de Lüt» im Amriswiler Alters- und Pflegezentrum kamen weit mehr als hundert Leute. Sie hatten bei einer Bratwurst und einem Bier Gelegenheit, sich mit nationalen Exponenten der Partei auszutauschen.
Manuel Nagel
Die Stadträte Erwin Tanner, Stefan Koster und Daniela Di Nicola stehen hinter dem Grill und verteilen Bratwürste. (Bild: Manuel Nagel)

Die Stadträte Erwin Tanner, Stefan Koster und Daniela Di Nicola stehen hinter dem Grill und verteilen Bratwürste. (Bild: Manuel Nagel)

Es war ein eingespieltes Trio: Die Amriswiler SVP-Stadträte Di Nicola, Koster und Tanner hatten an diesem «SVP bi de Lüt»-Anlass wohl den wichtigsten Job gefasst. Erwin Tanner packte die Würste aus und legte diese auf den Grill, während Stefan Koster und Daniela Di Nicola die Dinger fleissig wendeten, fachmännisch begutachteten und – wenn sie dann goldbraun und heiss waren – an die zahlreichen Leute verteilten.

Auch der Schwyzer Nationalrat Marcel Dettling holte sich eine Bratwurst, worauf ihn sein Zürcher Kollege Thomas Matter, wie Dettling ebenfalls Mitglied der Parteileitung, anstupste und meinte: «Hey, es git no Znacht».

Benjamin Fischer, Präsident der Jungen SVP Schweiz, diskutiert angeregt mit einem Besucher. (Bild: Manuel Nagel)

Benjamin Fischer, Präsident der Jungen SVP Schweiz, diskutiert angeregt mit einem Besucher. (Bild: Manuel Nagel)

Mit Parteipräsident Albert Rösti, Magdalena Martullo-Blocher, Benjamin Fischer als Präsident der Jungen SVP Schweiz und Céline Amaudruz waren weitere Mitglieder der Parteileitung vor Ort. Sie alle mischten sich unter die Gäste und diskutierten intensiv – bis auf die Genfer Nationalrätin. Diese stand etwas abseits und telefonierte. Und sie sah ziemlich müde aus. Kein Wunder, denn Amaudruz hatte die weiteste Anreise. Um 4.51 Uhr fuhr ihr Zug ans andere Ende des Landes.

Doch urplötzlich war es auch für sie vorbei mit der Ruhe, als die Glöggli Clique mit voller Lautstärke einfuhr und «Natural» von den Imagine Dragons spielte. Parteipräsident Rösti wippte im Takt, während Stadtpräsident Martin Salvisberg die Gäste aus der ganzen Schweiz begrüsste und ihnen die Glöggli Clique als «beste und berühmteste Guggenmusik des Landes» vorstellte.

Albert Rösti spricht zu den Anwesenden im APZ-Hinterhof. (Bild: Manuel Nagel)

Albert Rösti spricht zu den Anwesenden im APZ-Hinterhof. (Bild: Manuel Nagel)

Danach übernahm Albert Rösti Salvisbergs Platz auf dem Bierharass, der als improvisiertes Podest herhalten musste. Ein Mikrofon gab es nicht, doch die Stimmorgane der beiden Berner meisterten diese Aufgabe bravourös. Rösti lobte die Amriswiler für die tolle Organisation: «Das ist das, was sich ein Parteipräsident vorstellt, wie eine Sektion sein soll», rief er in den Hinterhof des APZ, wo die Veranstaltung stattfand. Rösti sprach auch die jüngsten negativen Resultate an und meinte, dies sei unter anderem dem Erfolg der Partei geschuldet. Viele SVP-Wähler seien nicht mehr zur Urne gegangen. «Die Bratwurst hier soll euch im Oktober daran erinnern, wählen zu gehen», sprach er zu den weit über hundert Anwesenden an diesem Frühlingsabend am Freitag.

Viele wollten ein Foto mit Christoph Blocher machen. (Bild: Manuel Nagel)

Viele wollten ein Foto mit Christoph Blocher machen. (Bild: Manuel Nagel)

Doch unumstrittener Star war alt Bundesrat Christoph Blocher. «Wir sind zwar keine SVP-Wähler, aber meine Kinder wollten mal mit diesen nationalen Politikern sprechen», sagte ein Besucher, als eine Bekannte ihm zuraunte: «Du, deine Kinder machen gerade ein Selfie mit Blocher.» Darauf entgegnete der Mann lachend: «Schau, er spricht nur mit meiner Tochter. Meinen Sohn beachtet er gar nicht – er ist einfach ein alter Charmeur.» (man)

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