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Interview

Er geht gerne zu Fuss: Weinfelder Gemeindepräsident Max Vögeli im Interview

Max Vögeli isst regelmässig Joghurt und hat insgesamt schon über 20000 Kilometer an Arbeitsweg zu Fuss zurückgelegt. Der 61-Jährige liebt die Schweizer Heimat und Kriminalromane. Ausserdem war er früher aktiver Turner.
Annika Wepfer
Der Weinfelder Gemeindepräsident Max Vögeli posiert im Treppenhaus der Gemeindeverwaltung. (Bild: Reto Martin)

Der Weinfelder Gemeindepräsident Max Vögeli posiert im Treppenhaus der Gemeindeverwaltung. (Bild: Reto Martin)

Was hat Sie in der letzten Woche besonders beschäftigt?

Der Neujahrsapéro der Gemeinde Weinfelden war wieder ein sehr schöner Anlass und gleichzeitig der Start in ein hoffentlich erfolgreiches und politisches 2019.

Warum bezeichnen Sie Märstetten als Heimat, obwohl Sie in Weinfelden wohnen?

Meine erste Heimat ist Märstetten. Dort bin ich geboren und aufgewachsen. Meine zweite Heimat ist Weinfelden. Als Gemeindepräsident darf ich das Dorf, und bald die Stadt, seit über 17 Jahren mitgestalten.

Gibt es einen Lieblingsort für Sie im Thurgau?

Es gibt viele. Sei es der Blick vom Ottenberg ins Thurtal, die Berge oder die Aussicht auf den Untersee.

Was lieben Sie am Winter?

Die Winterlandschaften und das Skifahren. Für mich ist es klar ein Vorteil, dass ich dort leben kann, wo es vier Jahreszeiten gibt.

Was machen Sie, um gesund zu bleiben?

Ich gehe täglich zu Fuss ins Büro. So habe ich insgesamt schon über 20000 Kilometer Arbeitsweg zurückgelegt. Das hält mich frisch. Früher war ich ein aktiver Turner, heute spiele ich manchmal noch etwas Tennis.

Zur Person

Der Gemeindepräsident von Weinfelden heisst Max Vögeli. Bereits seit 2001 geht er seinem Amt nach und seit 1992 ist er Mitglied im Thurgauer Grossen Rat. Er ist in Weinfelden von Amtes wegen Vorsitzender der Exekutive, steht der Verwaltung vor und ist für die Finanzen und die Orts- und Nutzungsplanung zuständig. Neben seinen politischen Tätigkeiten ist er verheiratet und hat zwei Kinder. Der ausgebildete Notar wuchs in Märstetten auf und hat eine turnerische und sportliche Vergangenheit. Auf seiner Website bezeichnet er sich selbst als einen «bodenständigen politischen Handwerker». (anw)

Haben Sie ein Morgenritual? Und wie sieht es aus?

Ich esse ein Fruchtjoghurt und lese Zeitung im Schnelldurchlauf.

Können Sie kochen? Was wäre Ihr aufwendigstes Gericht, das Sie zubereiten können?

Meine Frau ist eine ausgezeichnete Köchin. Wenn ich einmal selber ran muss, beschränke ich mich auf Fleischkäse und Spiegeleier.

Ihr Restaurant-Tipp lautet?

In Weinfelden haben wir ausgezeichnete Gastronomie mit sehr vielen verschiedenen Lokalen. Wir sind auch sehr stolz auf unseren eigenen Wein.

Bratwurst mit oder ohne Senf?

Von Hand ohne Senf, auf dem Teller mit. Einfach, weil ich es so mag.

Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?

Paniertes Schnitzel, Nudeln und Pilzsauce.

Welches ist Ihre liebste Glace-Sorte?

Joghurt.

Was ist Ihr Lieblingsgetränk?

Ich trinke oft alkoholfreien Saft. Zu einem feinen Essen darf der Wein aber sicher nicht fehlen.

Was hören Sie im Auto?

Am liebsten etwas Musik. Vom Stil her bin ich sehr flexibel.

Die beste App auf Ihrem Handy?

Ich bin gar kein Handy-Freak, aber doch etwas erstaunt, wie in der Zwischenzeit Leute aus allen Altersgruppen bei jeder günstigen und ungünstigen Gelegenheit auf diesem Teil herumdrücken.

Was ist Ihr gefühltes Alter?

Ich fühle mich mit meinen 61 Jahren fit und voller Tatendrang.

Was nehmen Sie immer mit, wenn Sie aus dem Haus gehen?

Ein Stofftaschentuch im einen, und Ricola-Zückerli im anderen Hosensack.

Ihr erster Traumberuf war?

Architekt.

Und warum ist daraus nichts geworden?

Mein Nachbar war Notar und Grundbuchverwalter. Er hat mich in diese Richtung motiviert – und ich habe diesen Berufsweg nie bereut. Mein Bezug zu Liegenschaften war ja auch so vorhanden.

Der Weinfelder Gemeindepräsident Max Vögeli zu Fuss im Haffterpark. (Bild: Reto Martin)

Der Weinfelder Gemeindepräsident Max Vögeli zu Fuss im Haffterpark. (Bild: Reto Martin)

Worauf freuen Sie sich an einem freien Wochenende?

Auch wenn es selten vorkommt, gibt es zuerst ein gemütliches Morgenessen, danach einen Ausflug oder eine Wanderung mit meiner Frau. Das traditionelle Nachtessen am Sonntagabend mit der ganzen Familie geniesse ich sehr.

Worüber kann man mit Ihnen nicht reden?

Mit mir kann man eigentlich über alles reden. Entscheidend ist aber sehr oft nicht was, sondern wie man miteinander redet. Ich erwarte Anstand und Ehrlichkeit.

Was liegt auf Ihrem Nachtisch?

Vor allem Bücher. Ich lese sehr gerne Krimis und Biografien. Natürlich fehlen auch die Werke von Peter Stamm nicht. «Der Nebelspalter» gehört ebenfalls zur regelmässigen Lektüre.

Ihre Kinder machen Sie glücklich …

…. wenn sie auch glücklich sind.

Welche Eigenschaften haben Ihre Kinder von Ihnen?

Mein Sohn und meine Tochter lieben beide ebenfalls ihren Beruf, so wie ich.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf, was sind die Vorteile?

Meine Ambition ist es, Tag für Tag gute Arbeit zu leisten. Welche Tätigkeit auch immer, ich kommuniziere gerne direkt mit den Leuten. Oder anders gesagt, meine Tür ist für alle offen. Dabei höre ich Positives, aber auch Kritik – beides ist wichtig.

Was ist für Sie Glück?

Mit meiner Familie in einem Land wie der Schweiz leben zu dürfen.

Wie lautet der Filmtitel Ihres Lebens?

«Vögeli bleibt auf dem Boden».

Welche Eigenschaften haben Sie von Ihrem Vater?

Mein Vater war auch ein politischer Mensch. Wir haben sehr viel miteinander diskutiert. Er ist früh gestorben und hat meine Wahl zum Gemeindeammann vor rund 17 Jahren leider nicht mehr erlebt.

Mit wem würden Sie gerne einmal eine Flasche Wein trinken?

Mit der neuen Bundesrätin Karin Keller-Sutter.

Ruhig einschlafen können Sie, wenn ...

... wenn der Tag gut verlaufen ist.

Was sind Ihre Leitmotive?

Zusammenarbeit gewinnt. Weniger ist mehr. Optimisten leben gesünder.

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