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Entwicklungshelfer für Bio-Winzer

Jan Kux ist ein Weltenbummler auf der Suche nach guten Weinen. In Wigoltingen haben er und seine Frau Renata ihr Geschäft aufgebaut. Sie helfen Weingütern auf der ganzen Welt bei der Erschliessung neuer Märkte.
Mario Testa
Renata und Jan Kux führen ihr Unternehmen von Zuhause aus. (Bild: Mario Testa)

Renata und Jan Kux führen ihr Unternehmen von Zuhause aus. (Bild: Mario Testa)

Jan Kux reist viel. Er hilft Bio-Winzern in der ganzen Welt, ihr Geschäft zu entwickeln. Weltenbummler ist er schon sein ganzes Leben. «Ich bin als Deutscher in Libyen aufgewachsen. Viele Jahre lebte ich dann auch in Asien und Österreich – nur in Deutschland, da war ich kaum Zuhause», sagt der 48-Jährige, der mit seinen beiden Kindern und Frau Renata seit fünf Jahren in Wigoltingen wohnt. Hier hat der Jurist und diplomierte Önologe sein Familienunternehmen, das er 2007 gründete, weiter ausgebaut.

Das Geschäftsmodell seiner NOA GmbH basiert auf einer Feststellung Kux’: «Es gibt so viele Weingüter in der Welt, die nicht wissen, wie internationale Märkte funktionieren, wie ihre Produkte, Etiketten oder das Marketing sein müssen, um Erfolg zu haben.» Kux wollte diesen Weingütern helfen und sich gleichzeitig sein Geschäft aufbauen. «Ich suche Weingüter, die brach liegendes Potenzial haben und ganz auf biologischen Anbau setzen. Mit ihnen entwickle ich dann eine Wachstumsstrategie», sagt Kux. «Ich sorge sozusagen für deren Umsatz.»

Dänen mögen’s billig, Finnen exklusiv

Die Kunden auf der Welt haben sehr unterschiedliche Geschmäcker, und so kann jeder Wein seine Fangemeinde finden. Man müsse nur wissen wo. Am Beispiel der skandinavischen Ländern erklärt Kux: «Die Schweden sind offen für vieles, Norweger möchten praktisch nur Weine aus Amerika, bei den Dänen ist der Preis entscheidend und Finnen wollen, was neu ist.» So finde er für die Weingüter meist einen guten Absatzkanal, auf dem sie Erfolg haben können.

Seine Dienstleistung sei gefragt, sagt Kux. Einerseits biete er diese an, wenn er an Weinmessen Produzenten entdecke, die meisten Kunden kämen jedoch von sich aus auf ihn zu. «Ich lehne auch viele Anfragen ab. Es muss einfach passen auf den Weingütern. Die Weine müssen gut sein und die Winzer offen für Veränderungen. Am allerwichtigsten ist beim Bio-Weinbau guter Boden, gerade angesichts der sich häufenden Wetterextreme», sagt Kux. Zudem bräuchten die Weingüter einen langen Schnauf. In Neuseeland habe er einen Kunden, der bereit sei, komplett auf Bio umzusteigen und dafür die lange Wartezeit in Kauf nehme. «Zehn Jahre braucht es dafür mindestens.»

Degustationen in der heimischen Stube

Familie Kux hat sich in den vergangenen vier Jahren noch ein zusätzliches Standbein ihres Familienunternehmens aufgebaut. Unter dem Namen Persovino bieten sie die Weine der von ihnen entwickelten Weingüter auch zum Verkauf an. «Wir veranstalten dazu Degustation bei uns und ich erzähle aus dem Nähkästchen über die Weine und die Weingüter», sagt Jan Kux. Mit einem Lachen ergänzt Renata Zdulski-Kux: «Ich helfe da vor allem bei der wichtigsten Arbeit mit, dem Degustieren.» Für die Degustationen reist Jan Kux direkt zu den Kunden. So können diese den Event im gewohnten Umfeld erleben. (mte)

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