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Weinfelder entsorgen und recyceln nun in der riesigen Halle

Heute öffnet das neue Regionale Annahmezentrum RAZ neben der Kläranlage seine Tore. Es ist ausgelegt auf rund 60'000 Private und Gewerbetreibende aus der Region, die Abfall und Recyclingmaterial mit ihrem Auto anliefern.
Mario Testa
KVA-Geschäftsleitungsmitglied Dieter Nägeli im neuen Annahmezentrum mit den vielen Entsorgungsstationen. (Bild: Mario Testa)

KVA-Geschäftsleitungsmitglied Dieter Nägeli im neuen Annahmezentrum mit den vielen Entsorgungsstationen. (Bild: Mario Testa)

90 Meter lang und 50 Meter breit ist die Halle. Ein riesige Stahlkonstruktion mit Decke und Wänden aus Blachen haben die Bauarbeiter im vergangenen Dreivierteljahr an der Schlechtenmühlestrasse zwischen Kläranlage und Lidl-Verteilzentrum errichtet. «Der Verband KVA Thurgau hat rund vier Millionen Franken in dieses Annahmezentrum investiert», sagt Dieter Nägeli, Abteilungsleiter Markt und Logistik. «Wir bauen unsere Dienstleistungen aus. Und trotz dieser grossen Investition gibt es keine Erhöhung der Entsorgungskosten.»

Feierlich eingeweiht wird das neue Regionale Annahmezentrum (RAZ) nicht. «Weil alles neu ist, müssen wir zuerst Erfahrungen sammeln. Eine Einweihung mit der Bevölkerung werden wir später eventuell noch durchführen», sagt Nägeli. In der Halle waren KVA-Mitarbeiter und Bauerbeiter auch gestern noch an den Aufbauarbeiten. Sie montierten letzte Informationstafeln und Bodenplatten. «Die Anlage soll für die Benützer selbsterklärend sein», sagt Nägeli. «Anhand von Beschriftungen und Pfeilen auf dem Boden ist die Zu- und Wegfahrt gut zu erkennen.» Fast wie der Drive-In eines Fastfoodrestaurants wirkt die Anlage – nur um ein Vielfaches grösser.

Verkehr wird kanalisiert und entflechtet

Der Entscheid, das RAZ für die Region Mittelthurgau mit einem Einzugsgebiet von rund 60000 Einwohnern zu bauen, fällte der Verband KVA Thurgau im Jahr 2014. Auslöser waren Probleme mit dem Verkehr bei der Kehrichtverbrennungsanlage. «Lastwagen und Autos kamen sich dort immer mehr in die Quere, sicherheitstechnisch war das ein Problem», sagt Nägeli. Dank des neuen RAZ werden die Verkehrsströme entflechtet. Die KVA darf nur noch mit Lastwagen angesteuert werden, für Autos, Traktoren und Lieferwagen – Private, Gewerbetreibende und Landwirtschaftsbetriebe – steht das RAZ zur Verfügung. Für den Langsamverkehr bleibt der Entsorgungshof an der Weststrasse mit einem reduzierten Angebot erhalten (siehe Kasten).

Entsorgt werden kann fast alles im neuen Zentrum. Abfall ist kostenpflichtig und wird nach Gewicht berechnet, gratis sind alle Recyclingmaterialien wie Karton, Metalle oder Pet. Dieter Nägeli rechnet mit einer regen Nutzung der neuen Anlage. «Wir haben Erfahrungswerte aus Frauenfeld, dort wird das Zentrum sehr gut genutzt. Wir sind gespannt, wie es speziell an Samstagen hier zu und her gehen wird.»

Im neuen Annahmezentrum sind während der Öffnungszeiten jeweils drei KVA-Mitarbeitende zugegen, insgesamt sind es etwa viereinhalb Vollzeitstellen. An Wochentagen ist die Anlage von 7.30 bis 11.45 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet, samstags jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr.

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