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Engerlinge bedrohen Bischofszeller Rosen

Im Rosengarten Harmonie knabbern Maikäferlarven an den Wurzeln der Rosenstöcke. Diesen bekommt das gefrässige Auftreten der Engerlinge gar nicht gut.
Georg Stelzner
Engerlinge aus dem Rosengarten Harmonie. (Bild: PD)

Engerlinge aus dem Rosengarten Harmonie. (Bild: PD)

Die öffentlichen und privaten Rosengärten sind der Stolz Bischofszells. Zwei Felder im 2016 eingeweihten Rosengarten Harmonie bei der Johanneskirche werden diesem Anspruch derzeit aber nicht gerecht.

Als Visitenkarte für die «Rosenstadt im Thurgau» sind sie denkbar ungeeignet, denn die rund 100 Rosenstöcke, die hier bis vor kurzem die Sinne der Passanten beglückten, sind verschwunden. Verantwortlich dafür ist Bernhard Bischof.

Nur noch schwach im Boden verankert

In böser Absicht handelte der OK-Präsident der Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche natürlich nicht. Im Gegenteil: Der Fachmann hatte erkannt, dass es der Rose «Gospel» und der Rose «Duftwolke» zusehends schlechter ging, und so versuchte er zu retten, was zu retten ist.

Bernhard Bischof ging der Sache im buchstäblichen Sinn auf den Grund, zog einen Rosenstock heraus, was verdächtig einfach war, und entdeckte im Erdreich nicht weniger als 120 Maikäferlarven.

«Die Engerlinge ernähren sich von den feinen Verästelungen der Wurzeln, welche für die Pflanzen lebenswichtig sind, weil sie der Wasseraufnahme dienen», sagt Bischof. Die Erklärung für den sich verschlechternden Zustand der Rosen in den beiden Beeten war somit gefunden.

Gute Voraussetzungen für Eiablage

In anderen Rosengärten der Stadt sei die Plage seines Wissens noch nicht aufgetreten, stellt Bischof erfreut fest. Er vermutet, dass die Bedingungen im Rosengarten Harmonie für die Maikäfer besonders günstig waren, um Eier abzulegen. «Die lockere Erde und der offene Zugang könnten verlockend gewirkt haben.»

Bernhard Bischof beim Rosengarten Harmonie; vorne ein Beet, aus dem die Rosenstöcke entfernt wurden. (Bild: Georg Stelzner)

Bernhard Bischof beim Rosengarten Harmonie; vorne ein Beet, aus dem die Rosenstöcke entfernt wurden. (Bild: Georg Stelzner)

In Einzeltöpfen erholen sich die ausgegrabenen Rosenstöcke nun in der Gärtnerei Münger vom Angriff der Engerlinge. Während die «Duftwolke» im Frühjahr in den Rosengarten zurückkehren wird, soll die «Gospel» durch die «Abrakadabra», eine robustere Sorte, ersetzt werden.

Nicht alle Rosen würden die gleichen Bedingungen bevorzugen, sagt Bischof. Der «Gospel» habe der Standort auch ohne Engerlinge nicht sonderlich behagt. Aus diesem Grund werde man sie austauschen.

Rasches Handeln erforderlich

Besitzern von privaten Rosengärten rät Bischof, ihre Blumen genau zu beobachten. Ist ein Rosenstock nicht mehr gut im Boden verankert, können laut Bischof durchaus Engerlinge die Ursache sein. In einem solchen Fall sei es ratsam, die Larven unverzüglich zu entfernen und den Wurzelbereich mit frischer Erde aufzufüllen.

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