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Eleganz und Tanz an der Schweizermeisterschaft in Kreuzlingen

Am Samstag trafen sich die besten Gymnastikturnerinnen der Schweiz im Dreispitz zum sportlichen Wettkampf. Für die Organisatoren ist der Aufwand für diesen Anlass kleiner, als bei den Vereinsanlässen.
Viviane Vogel
Die Kreuzlingerin Ana Judith Brändli zeigt ihre Solokür mit Ball. (Bild: Andrea Stalder)

Die Kreuzlingerin Ana Judith Brändli zeigt ihre Solokür mit Ball. (Bild: Andrea Stalder)

In gestreifter Gefängniskleidung plant eine junge Frau ihren Ausbruch. Alice dreht und wirbelt sich durch das Wunderland. Zwei Magier verstecken sich hinter dem Tuch und erscheinen in verändertem Tenue wieder. Eine Tänzerin malt sich noch während ihres Auftrittes seelenruhig das Gesicht an.

Lia Fenyödi, Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Lia Fenyödi, Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Es mangelt nicht an Kreativität an dieser Schweizer Meisterschaft (SM) in Gymnastik Einzeln und Zu Zweit. «Das Niveau ist unglaublich hoch», sagt Lia Fenyödi, die ihre Auftritte mit und ohne Handgerät bereits hinter sich hat. Sie turnt in der Gymnastik Gruppe Kreuzlingen (GGK) und hat den Schweizer-Meister-Titel zu verteidigen. «Normalerweise zeichnet sich früh ab, wer es auf den Podest schafft – heute habe ich allerdings keine Ahnung.»

Vereinsturnen ist aufwendiger

Organisiert hat die SM der Schweizerische Turnverband mit der GGK. «Der Aufwand war kleiner als die Jugend-SM im Vereinsturnen, die wir letztes Jahr durchgeführt haben», sagt Katrina Wepfer, die das OK-Präsidium mit Noëmi Amrhein teilt.

«Dafür hatten wir länger mit Unsicherheiten zu tun. Die Namen der Teilnehmerinnen standen lange nicht fest.»

Vom FSG Fémina-Club Develier treten Julie Etique und Léa Jeambrun zu Zweit an. (Bild: Andrea Stalder)

Vom FSG Fémina-Club Develier treten Julie Etique und Léa Jeambrun zu Zweit an. (Bild: Andrea Stalder)

Grund dafür sei die neue Qualifikationspflicht gewesen. Es durften erstmals nur diejenigen mitmachen, die sich am Eidgenössischen Turnfest qualifiziert hatten. «Diese Qualifikationsschwelle führt zu weniger Teilnehmerinnen und in der Folge auch zu weniger Angehörigen am Anlass», sagt Anina Leuch.

Dopingkontrollen ohne Vorankündigung

Ein unerfreulicher Zwischenfall trübte den Anlass kurz. Eine Turnerin brach während ihres Auftrittes zusammen. Ein Samariter war sofort vor Ort, während ihre Trainerin Wasser und Traubenzucker organisierte. Die Turnerin musste den Wettkampf abbrechen. Ausserdem wurde das OK von der Dopingkontrolle überrascht. «Die kommt jeweils unangemeldet und macht Stichproben. Da mussten wir flexibel sein, und einen Raum freimachen», sagt Leuch.

Der Aufwand für die Organisation und das Training hat sich für die GGK gelohnt: Mit Ana Judith Brändli, Vivian Tiefenthaler und Nina und Elin Eisenhut holte sich der Verein drei Gold- und eine Bronzemedaille.

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