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Einwohner von Hauptwil-Gottshaus sollen ein Elektroauto erhalten

Der Gemeinderat möchte einen Beitrag zur Energiewende leisten. Er hat beschlossen, ein Elektrofahrzeug anzuschaffen und es der Bevölkerung ab 2019 im Car-Sharing zur Verfügung zu stellen. Hauptwil-Gottshaus würde damit im Kanton Thurgau eine Vorreiterrolle bekleiden.
Georg Stelzner
Gemeindepräsident Matthias Gehring glaubt an den Erfolg von Elektrofahrzeugen. (Bild: Georg Stelzner)

Gemeindepräsident Matthias Gehring glaubt an den Erfolg von Elektrofahrzeugen. (Bild: Georg Stelzner)

«Gemeinden sollen eine Vorbildfunktion wahrnehmen, nicht zuletzt in der Energiepolitik», sagt Gemeindepräsident Matthias Gehring. Für kleine Gemeinden sei der Handlungsspielraum allerdings begrenzt. Die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs stelle eine Möglichkeit dar, mit einem vergleichsweise geringen finanziellen Aufwand einen konkreten Beitrag zu leisten, um die Energiewende herbeizuführen.

Gemeinde ist für Ladestation zuständig

«Vom Angebot hätten die Einwohner einen grossen Nutzen», ist der Gemeindepräsident überzeugt. Profitieren könnten aber auch das Personal der Gemeindeverwaltung und er selber. Laut Gehring ist eine Zusammenarbeit mit der in Hombrechtikon ansässigen Firma Sponti-Car vorgesehen.

Für den Preis von 14'000 Franken pro Jahr stellt dieses Unternehmen der Gemeinde nicht nur ein Elektrofahrzeug zur Verfügung, sondern kümmert sich auch um alle damit verbundenen Arbeiten und Verpflichtungen wie Pneuwechsel, Reinigung, Service, Vignette, Versicherung und Strassenverkehrssteuer. «Mit dem Handling des Autos hätten wir gar nichts zu tun», erklärt Gehring. Aufgabe der Gemeinde werde es aber sein, eine Ladestation zu erstellen und einen Standplatz einzurichten. In Frage komme dafür der Weiherdamm.

Gemeindeversammlung hat das letzte Wort

Ein Anrecht, das Angebot in Anspruch zu nehmen, werden primär die Einwohner der Politischen Gemeinde Hauptwil-Gottshaus haben. Gehring sieht darin «einen Dienst an den Bürgern, weil sie auf diese Weise ein umweltfreundliches Fahrzeug zu vernünftigen Preisen ausleihen können».

Der Gemeindepräsident räumt ein, dass die Einwohner des Dorfes Hauptwil dabei im Vorteil sind, weil das Auto in ihrem Wohnort stationiert sein werde. Aber auch sie müssten in Kauf nehmen, dass das Fahrzeug nicht vor der Haustür steht.

Testbetrieb dauert zwei Jahre

Damit das auf zwei Jahre ausgelegte Pilotprojekt realisiert werden kann, muss die Gemeindeversammlung das Budget 2019 absegnen. Im Voranschlag sind die Kosten für das Geschäft mit der Firma Sponti-Car enthalten. Gehring ist zuversichtlich, zumal 80 Prozent der Einnahmen in die Gemeindekasse fliessen würden.

«Sobald das Auto hier ist, wird es eine Instruktion für interessierte Einwohner geben», kündigt Gehring an. Sollte die Nachfrage gross genug sein, ist nach den Worten des Gemeindepräsidenten eine Weiterführung des Car-Sharing-Angebots über den Testbetrieb hinaus wahrscheinlich. Schon mit der Lancierung des Projekts darf Hauptwil-Gottshaus im Kanton Thurgau eine Pionierrolle für sich reklamieren.

Wie das Car-Sharing funktioniert

Das Elektrofahrzeug der Firma Sponti-Car wird mit dem Logo der Gemeinde Hauptwil-Gottshaus gekennzeichnet sein. Um es benützen zu können, braucht man eine Schlüsselkarte. Dies erfordert vorgängig eine persönliche Registrierung, entweder im Internet oder allenfalls über die Gemeindeverwaltung. Das Auto kann für eine Stunde und maximal 10 Kilometer, für einen halben Tag und maximal 30 Kilometer oder für einen ganzen Tag und maximal 50 Kilometer gebucht werden. Die entsprechenden Preise betragen 4, 26 oder 49 Franken. Wird die Kilometerlimite überschritten, wird ein kleiner Aufpreis fällig. Die Reichweite des Autos – voraussichtlich ein Renault Zoe oder ein vergleichbares Produkt – beträgt rund 400 Kilometer. Weitere Informationen im Internet unter www.sponti-car.ch. (st)

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