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Interview

NHL-Stars trainieren in Weinfelden: «Einmalig für den Thurgau»

Diese Woche trainiert das komplette Schweizer WM-Kader in der Weinfelder Güttingersreuti. Mit dabei sind unter anderen die NHL-Profis Roman Josi, Yannick Weber, Kevin Fiala und Nico Hischier sowie die Spieler der beiden Playoff-Finalisten SC Bern und EV Zug. Patrick Bloch, Geschäftsführer des Gastgebers HC Thurgau, zieht im Hintergrund die Fäden.
Matthias Hafen
Patrick Bloch, Geschäftsführer des HC Thurgau und künftiger CEO des Schweizerischen Eishockeyverbands, freut sich, dass in Weinfelden die Crème de la Crème des Schweizer Eishockeys zu sehen ist. (Bild: Matthias Hafen)

Patrick Bloch, Geschäftsführer des HC Thurgau und künftiger CEO des Schweizerischen Eishockeyverbands, freut sich, dass in Weinfelden die Crème de la Crème des Schweizer Eishockeys zu sehen ist. (Bild: Matthias Hafen)

Patrick Bloch, wie holt man die Schweizer Nationalmannschaft nach Weinfelden?

Patrick Bloch: Eigentlich hätte das Nationalteam schon vor einem Jahr gerne hier gastiert. Dafür habe ich mich als Geschäftsführer des HC Thurgau stets stark gemacht. Damals war es uns aus Termingründen aber nicht möglich, weil wir in der Güttingersreuti neue Banden und eine neue Beleuchtung installieren liessen. Dann habe ich den Vorschlag gemacht, dass die Nati dafür ein Jahr später kommen soll. Und, voilà, hier ist sie nun.

Bis und mit Samstag trainiert das komplette Schweizer WM-Kader inklusive NHL-Profis in Weinfelden. War das ein Geschenk für Sie, weil Sie im Herbst dieses Jahres neuer CEO des nationalen Eishockeyverbands werden?

Wenn man sieht, dass mit Roman Josi, Yannick Weber, Kevin Fiala und Nico Hischier gleich vier NHL-Profis dabei sind, ist es gewissermassen ein Geschenk. Es hat aber nichts mit meinem Jobwechsel zu tun. Dieses Trainingslager war bereits im November organisiert. Ich habe mich dafür stark gemacht, dass das Nationalteam die letzte WM-Vorbereitungswoche im Thurgau absolviert, weil da die Chancen am grössten sind, NHL-Profis zu Gast zu haben. Dass jetzt eine so illustre Truppe eine ganze Woche in Weinfelden trainiert, ist aber auch Zufall – und wohl etwas Einmaliges für den Thurgau.

Der HC Thurgau ist offizieller Gastgeber der Nationalmannschaft. Was bedeute das für den Swiss-League-Club?

In erster Linie viel Arbeit hinter den Kulissen. (lacht) Aber natürlich ist es auch eine Gelegenheit, den vielen guten Seelen, die sich stets für den HC Thurgau einsetzen, etwas zurückzugeben. Weil wir für die gesamte Spielorganisation zuständig sind, wird praktisch das komplette Personal von uns gestellt. Und seit bekannt ist, dass wir am Samstag im letzten WM-Test um 18.30 Uhr gegen Lettland mit 2800 Zuschauern eine ausverkaufte Güttingersreuti haben werden, ist die Motivation bei den Mitarbeitenden noch grösser als schon zuvor. Nicht zuletzt ist das Gastspiel der Nati auch eine Bestätigung dafür, dass der HC Thurgau in der Schweizer Eishockeylandschaft immer besser wahrgenommen wird.

Inwiefern profitiert der HC Thurgau von diesem Event?

Ich denke, wir werden am Samstag auch Zuschauer haben, die noch nie an einem Spiel des HC Thurgau waren. Vielleicht zieht die Atmosphäre in der Güttingersreuti dem einen oder anderen den Ärmel rein und er kommt nächste Saison auch an die HCT-Spiele.

Wie steht es um den finanziellen Profit?

Es gibt ein Event-Budget, das aufgeteilt ist zwischen der Swiss Ice Hockey Federation und dem HC Thurgau. Die Aufteilung gilt auch für einen allfälligen Gewinn oder Verlust. Es hätte durchaus sein können, dass die Eishockey-Nati im Thurgau nicht der Renner sein wird. Mit einer ausverkauften Güttingersreuti ist es nun aber ausgeschlossen, dass wir einen Verlust schreiben werden.

Was können die Zuschauer in Sachen Catering erwarten?

Während der Trainings unter der Woche ist die Sportsbar in der Eishalle geöffnet. Für das Spiel am Samstag gegen Lettland werden wir das gleiche Angebot haben wie an einem Playoff-Spiel des HC Thurgau. Ich konnte auch aushandeln, dass die gesamten Catering-Einnahmen in die Kasse des HCT fliessen.

Und was läuft am Samstag im Thurgauer Dörfli?

Vor dem Spiel werden dort die VIP-Gäste von Swiss Ice Hockey empfangen und verköstigt. Nach dem Spiel wird das Dörfli für jedermann offen sein. Wir werden alles daran setzen, dass sich dort nach dem Spiel noch der eine oder andere Spieler blicken lässt.

Josi, Hischier und Co. trainieren täglich in Weinfelden

Seit Dienstag und noch bis am Samstag dieser Woche holt sich die Schweizer Nationalmannschaft in der Eishalle Güttingersreuti in Weinfelden den letzten Schliff für die WM in der Slowakei. Die Trainings finden jeweils von 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr statt, an den Spieltagen (Freitag/Samstag) nur bis 11.30 Uhr – Änderungen vorbehalten. Zudem absolviert das Team von Headcoach Patrick Fischer am Mittwochnachmittag, 1. Mai, von 16.00 bis 17.30 Uhr ein öffentliches Training, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. (mat)

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