Einheitsgemeinde Kreuzlingen: Die Freie Liste verleiht ihrer Forderung Nachdruck

Mit einer schriftlichen Anfrage im Gemeinderat unterstreicht die Fraktion ihren Willen zum Zusammenschluss von Schulgemeinden und Stadt.

Urs Brüschweiler
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Die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Schulgemeinde will die Freie Liste forcieren. (Bilder: Andrea Stalder/Donato Caspari)

Die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Schulgemeinde will die Freie Liste forcieren. (Bilder: Andrea Stalder/Donato Caspari)

Unmittelbar nach der Wahl der neuen Schulpräsidentin am 10. Februar hatte die Freie Liste das Thema lanciert. Auch im aktuellen Gemeinderatswahlkampf hat sie sich den Willen, die Schulgemeinde in die politische Gemeinde, sprich die Stadt, einzugliedern auf die Fahnen geschrieben. Nun legt man mit einem politischen Vorstoss im Gemeinderat nach. In einer schriftlichen Anfrage an den Stadtrat bringt Fraktionssprecher Daniel Moos den Vorschlag erneut aufs Parkett.

Dass die beiden Schulgemeinden (Primarschule und Sekundarschule) in Kreuzlingen eigenständige Körperschaften sind, sei schweizweit eher die Ausnahme als die Regel. Das Schulgemeinde und politische Gemeinde eine Einheit bildeten gebe es im Thurgau bereits etwa in Salmsach. Dort gebe es dann für die Schule keine eigene Behörde mehr, sondern eine Schulkommission, und die Rechnung sei in jene der politischen Gemeinde integriert.

«Aus unserer Sicht führt eine Einheitsgemeinde zu einem schnelleren Informationsfluss, zu kürzeren Entscheidungswegen sowie zu einer umfassenderen Betrachtung der Aufgaben und damit zu besseren und effizienteren Lösungen.»

Langfristig erhofft sich die Freie Liste dadurch einen geringeren Finanzbedarf. Von der Einheitsgemeinde verspricht man sich eine schlankere, übersichtlichere und für die Einwohner transparentere Führung der Gemeinde.

Vor diesem Hintergrund stellt die Freie Liste folgende Fragen:

  1. Wie steht der Stadtrat zur Zusammenlegung der beiden Schulgemeinden und der politischen Gemeinde?
  2. Sieht der Stadtrat ebenfalls Synergieeffekte? Falls Ja, in welchen Bereichen?
  3. Kann sich der Stadtrat auch eine Zusammenlegung in Teilbereichen vorstellen. Wenn ja, in welchen Teilbereichen?
  4. In welchen Teilbereichen arbeiten die Schulgemeinden und die politische Gemeinde heute bereits erfolgreich zusammen?