Eingangskontrolle durch Securitas in der Badi von Arbon wirft Fragen auf

Warum stellte die Stadt einen Sicherheitsdienst an, um die Zahl der Besucher kontrollieren zu können? Es gibt doch dafür eine Anlage. Der zuständige Stadtrat klärt auf.

Tanja von Arx
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Sprung ins Wasser: Die Zahl der Besucher des Schwimmbades war in diesem Jahr beschränkt..

Sprung ins Wasser: Die Zahl der Besucher des Schwimmbades war in diesem Jahr beschränkt..

Ralph Ribi (22. Juni 2008)

Wegen Corona und den Vorschriften des Bundes war die Zahl der Badegäste dieses Jahr beschränkt. Im Schwimmbad Arbon waren bei der Eröffnung maximal 1'200 Personen zugelassen. Die Eingangs- und Ausgangskontrolle machten teilweise Securitas. Die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission hat sich gefragt, warum die Stadt nicht einfach das vorinstallierte Zählsystem benutzt hat.

Auf Anfrage sagt Stadtrat Jörg Zimmermann, Ressort Freizeit, Sport und Liegenschaften:

«Das Gleiche habe ich mich auch gefragt.»

Die Antwort, die er erhalten habe: Die Anlage sei vor zwei oder drei Jahren teilweise ausser Betrieb gesetzt worden. Gezählt würden seither nur noch die Eintritte, und nicht mehr die Austritte. Den Grund dafür kenne er nicht. «Das passierte noch unter meinem Vorgänger Peter Gubser – ich kann nur vorwärtsschauen.»

Securitas waren nur sporadisch im Einsatz

Aber selbst wenn die Anlage noch voll funktionstüchtig gewesen wäre, hätte die Stadt zumindest am Anfang der Saison nicht auf den Sicherheitsdienst verzichten können, betont Zimmermann.

«Es war auch wichtig, die Besucher über die besonderen Umstände zu informieren und sie darauf hinzuweisen, in der Schlange die Abstände einzuhalten.»

Später habe die Stadt die Securitas nur noch bei grossem Besucherandrang aufgeboten. «Im Normalfall kontrolliert der Badmeister die Eintritte», sagt Zimmermann abschliessend. Wie es nächstes Jahr weitergeht, ist gemäss Zimmermann noch offen. «Dies klären wir zurzeit ab.» Auf jeden Fall hoffe man, dass es nicht mehr so komme wie dieses Jahr.