Amriswil investiert eine Viertelmillion für mehr Sicherheit

Der Einlenker unterhalb von Räuchlisberg, der in die Hagenwilerstrasse mündet, ist ein Unfallschwerpunkt. Deshalb lässt ihn die Stadt Amriswil um rund 100 Meter versetzen.

Manuel Nagel
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Aus der Vogelperspektive sieht man in der Bildmitte rot auf der Strasse nach Räuchlisberg (unten) und dem Veloweg eingezeichnet, wo der neue Einlenker in die Hagenwilerstrasse geplant ist.

Aus der Vogelperspektive sieht man in der Bildmitte rot auf der Strasse nach Räuchlisberg (unten) und dem Veloweg eingezeichnet, wo der neue Einlenker in die Hagenwilerstrasse geplant ist.

(Bild: Manuel Nagel)

Es hat dort öfter Blechschaden gegeben. Sechs Unfälle in den letzten zehn Jahren, weist die Unfallstatistik der Kantonspolizei dort aus. Vor etwas mehr als einem Jahr endete die Kollision gar tödlich, sodass die Stadt den Unfallschwerpunkt danach endgültig entschärfen wollte.

Die Bauverwaltung besprach sich mit dem kantonalen Tiefbauamt – und herausgekommen ist eine Versetzung der Strasse von Räuchlisberg herab. Der Einlenker soll um rund 100 Meter in Richtung Hagenwil verschoben werden.

Aktuell liegt dieser fast dort, wo auch die Quellenstrasse in die Hagenwilerstrasse einmündet. Nicht selten ist es vorgekommen, dass Verkehrsteilnehmer von Räuchlisberg her mit einem flüchtigen Blick nach rechts in die Hauptstrasse gefahren sind. Selbst die auffällige, rote Markierung auf dem zu überquerenden Rad- und Fussgängerweg hielt sie nicht davon ab, bei diesem riskanten Manöver gross abzubremsen.

Querungshilfe für Fussgänger und Velofahrer

«Das wird in Zukunft nicht mehr möglich sein», sagt Manfred Wagner, Bauverwalter von Amriswil. Und auch für Fussgänger und Velofahrer werde es in Zukunft sicherer sein. Erreicht wird dies nicht nur mit der lagemässigen Trennung der beiden Einlenker, sondern auch mit einer Querungshilfe für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Diese ist eine längliche Insel, die bei der Einmündung die beiden Fahrbahnen trennt, und wo Velofahrer und Fussgänger stehenbleiben können. Für Velofahrer zwischen Hagenwil und dem Kreisel Köpplishaus hat es zwar den Nachteil, nicht mehr geradeaus durchfahren zu können, der Sicherheitsgewinn sollte dieses Minus aber aufheben.

Für die baulichen Massnahmen hat die Stadt 350'000 Franken im laufenden Jahr budgetiert, wovon der Kanton einen Viertel der Kosten übernehmen will. Manfred Wagner rechnet damit, dass im Sommer mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, sodass das Projekt im Herbst beendet sein wird. Die Landverhandlungen seien soweit abgeschlossen, so Wagner, es gehe nur noch um die genaue Lage des Einlenkers, weil man auch noch den Weg in Richtung des Weilers Roor möglichst optimal miteinbeziehen wolle.