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Eine verrückte Sprache der Musik spielt in Weinfelden

Die Big Band Zug spielte am Donnerstagabend mit Dave Feusi und Freda Goodlett im Blaswerk Haag in Weinfelden: Konzertimpressionen.
Sabrina Bächi
Die Big Band Zug spielte mit dem international bekannten Jazz-Saxofonist Dave Feusi. (Bild: Donato Caspari)

Die Big Band Zug spielte mit dem international bekannten Jazz-Saxofonist Dave Feusi. (Bild: Donato Caspari)

22 zu 24. Nein, es ist nicht das letzte Resultat der Weinfelder Handballerinnen. Es ist das Verhältnis von Musikern und Zuschauern im Blaswerk Haag am Donnerstagabend. Obwohl die Big Band Zug mit einem internationalen Star-Saxofonisten lockt, scheint das im Thurgau niemanden zu interessieren. 22 Instrumentalisten vorne, 24 Zuschauer im Saal.

Das Wetter draussen: wolkenlos und warm. Im Saal: Vorhänge geschlossen, gefühlte 40 Grad. Die Musik: mitreissend. Wer lieber das Wetter und den Garten geniessen will, verpasst trotzdem etwas.

Stargast Dave Feusi gibt mit seinen jazzigen Saxofonklängen der Big Band einen speziellen Kick. Es ist eine verrückte Sprache der Musik. Etwas zwischen weich und betont, wild und sentimental, verträumt und völlig ausgeflippt.

Neckende Trompeter, tänzelnde Schlagzeuger

Feusi improvisiert auf dem Tenorsax, während im Hintergrund die Posaunen einen weichen Klangteppich legen. Darüber tänzeln die Rhythmen der Schlagzeuger und die gezupften Töne der Gitarristen. Die Saxofonisten und Trompeter necken mit ihren Einwürfen das klangliche Gesamtkonzept und lassen den Big-Band-Groove nicht vergessen.

Wer die Augen schliesst, fühlt sich wie in einem verrauchten Club, in dem nur ein schummriges Licht verzerrte Schatten an die Wände malt.
«Improvisation hat viel mit Interaktion zu tun», sagt Feusi. Es sei eine filigrane Angelegenheit, wie die Musik ineinandergreift. «Die Probearbeit war anstrengend, aber schön», betont der Saxofonist.

Das erste von drei Konzerten ist geglückt. Das findet auch Niki Jäger, Tätsch- meister der Band und Verantwortlicher für die Idee, einen Jazz-Saxofonisten mit einer Big Band konzertieren zu lassen.

Freda Goodlett ist das i-Tüpfchen

Das Tüpfelchen auf dem i: Soulsängerin Freda Goodlett. Ihre Stimme verschmilzt mit dem Sax-Sound Feusis und schafft sich doch unverkennbar Gehör. Weich, rauchig, forcierend: Goodlett zeigt die ganze Palette ihres gesanglichen Könnens.

Nach zwei Stunden ist der Zauber vorbei. Draussen dunkel, Drinnen immer noch heiss. Gelohnt hat es sich trotzdem.

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