Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Eine treue Weinfelder Sängerin und Helferin im Frauenverein verstummt

Zum Gedenken an Brigitte Scheiwiller-Nüssli. Die aktive und umtriebige Weinfelderin verstarb anfangs Jahr im Alter von 81 Jahren
Martin Sax
Brigitte Scheiwiller-Nüssli (1937 - 2019) (Bild:PD)

Brigitte Scheiwiller-Nüssli (1937 - 2019) (Bild:PD)

Es war kein leichtes Gehen für Brigitte Scheiwiller. Nach einem glücklichen und bewegten Leben kämpfte sie während eines halben Jahres gegen das Schwächerwerden. In den ersten Tagen des neuen Jahres war ihr Sterben für sie dann ein sanftes Heimkehren.

Brigitte Scheiwiller-Nüssli wurde am 4. August 1937 in Balgach geboren. Nach dem Schulabschluss arbeitete sie im Metzgereibetrieb ihrer Eltern und wechselte dann nach Romanshorn. Hier lernte sie ihren Paul kennen, 1960 heiratete das Paar. Den beiden wurden drei Söhne geschenkt. Die junge Familie zog 1965 nach Weinfelden und konnte 1976 ins eigene Heim am Dahlienweg ziehen.

Immer mit dem Velo unterwegs

Das Glück der Familie im Alltag wurde mit dem regelmässigen Camping in Landschlacht ergänzt, wo sich gelegentlich ein eigentlicher Zweitwohnsitz von Scheiwillers und ihren Freunden ergab. Daneben war Brigitte Scheiwiler eine gute, treue Sängerin und eine aktive Mitarbeiterin in der Brockenstube. Man kannte sie und ihr Velo im Dorf, immer unterwegs, jemandem eine Freude zu machen, etwas zu helfen, zu schenken oder einen kurzen Schwatz zu halten.

Den schweren Schicksalsschlag mit dem frühen Tod ihres Ehemanns Paul im Sommer 2001 überwand sie mit der ihr eigenen Kraft. Fast noch mehr setzte sie sich seit dieser Zeit für ihre Aufgaben und Freundschaften ein. Zusammen mit ihren Enkelkindern genoss sie Campingferien in Italien. Am allerliebsten hatte sie es, ihre Lieben um sich zu haben und sie zu bewirten. Ihr «Menü 1» im geburtstäglich geschmückten Garten, verbunden mit dem Abbrennen letzter Augustvulkane, war seit Jahren legendär.

Kurz vor dem längsten Tag des Jahres 2018 erlitt sie eine Hirnblutung, von der sie sich trotz intensiver Reha nicht erholte. Mit Besuchen durften wir ihr etwas Weniges von dem zurückgeben, was sie uns während Jahren Gutes getan hatte. Nun ist Brigitte nicht mehr bei uns. Dass wir sie vermissen, tut uns weh. Bleiben werden aber die Erinnerungen, und die lassen uns am Ende glücklich sein.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.