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Weinfelden rechnet im ersten Jahr als Stadt mit einer roten Null

Im Budget für das kommende Jahr rechnet die Gemeinde mit einem Defizit von 450'000 Franken. Kostentreiber sind vor allem die Bereiche Gesundheit und Verkehr. Sehr positiv entwickeln sich hingegen die Steuereinnahmen.
Mario Testa
Erwin Wagner, Leiter der Finanzverwaltung, Gemeindeschreiber Reto Marty und Gemeindepräsident Max Vögeli bei der Budgetpräsentation. (Bild: Mario Testa)

Erwin Wagner, Leiter der Finanzverwaltung, Gemeindeschreiber Reto Marty und Gemeindepräsident Max Vögeli bei der Budgetpräsentation. (Bild: Mario Testa)

«Wir können ein solides Budget präsentieren», sagt Max Vögeli. Für den Weinfelder Gemeindepräsidenten ist ein Defizit von 450'000 Franken angesichts der Gesamtausgaben von 32 Millionen eine «rote Null». Als Kostentreiber ortet Vögeli die Bereiche Gesundheit und Verkehr.

«Sowohl bei der ambulanten als auch bei der stationären Gesundheitsversorgung steigen die Kosten.»

Für den öffentlichen Verkehr müssen wir auch mehr bezahlen, dafür bekommen wir auch ein grösseres Angebot und mehr Qualität.»

Rund eine Million Franken kosten Weinfelden die Verbilligungen der Krankenkassenprämien, fast eine Million kostet die Langzeitpflege und nochmals soviel die Beiträge an die Spitex. Der öffentliche Verkehr schlägt mit 1,2 Millionen Franken zu Buche. Zum Vergleich: Für den Strassenverkehr gibt Weinfelden mit 3,1 Millionen zweieinhalb so viel aus. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben der politischen Gemeinde laut den Prognosen auf 32,44 Millionen Franken im kommenden Jahr.

Firmen liefern seht viel Gewinnsteuer ab

Auf der Gegenseite stehen Einnahmen von 31,99 Millionen Franken. «Vor allem der Bereich der Steuereinnahmen von juristischen Personen, also Firmen, entwickelt sich sehr erfreulich. Wir rechnen mit Mehreinnahmen von zwölf Prozent gegenüber dem laufenden Budget», sagt Erwin Wagner, Leiter der Finanzverwaltung. Max Vögeli ergänzt:

«Wir sprechen mit den Unternehmen und das sieht sehr gut aus.»

Die Steuerkraft bei natürlichen und juristischen Personen steigt auf rekordhohe 2357 Franken pro Einwohner. Aus all diesen Gründen – und einem verantwortbaren Defizit beantragt der Gemeinderat dem Gemeindeparlament, den Steuerfuss beim vor zwei Jahren auf 60 Prozent gesenkten Satz zu belassen.

25'000 Franken für die Stadt

Ab dem 1. Juni 2019 ist Weinfelden eine Stadt. In einem ersten Schritt hat der Gemeinderat für die Umbenennung 25000 Franken ins Budget eingestellt. «Dieses Geld brauchen wir für die neue Corporate Identity, also den Auftritt der Stadt Weinfelden», sagt Gemeindeschreiber Reto Marty. Beschriftungen von Gemeindefahrzeugen oder der Kauf neuen Briefpapiers würden nach und nach getätigt, wenn diese ohnehin anstünden. «Es gibt auch nicht mehr Lohn für die Gemeindeangestellten, wenn diese dann für eine Stadt arbeiten. Diese Gerüchte stimmen nicht», ergänzt Max Vögeli.

Die Nettoinvestitionen im kommenden Jahr belaufen sich auf 2,9 Millionen Franken. «Diese rund drei Millionen Franken sind ein durchschnittlicher Wert, also Courant normal», sagt Max Vögeli. Grössere Projekte, die es im kommenden Jahr zu bezahlen gilt, sind ein neues Informatikprogramm für die Verwaltung, die Sanierung der technischen Anlagen im Thurgauerhof sowie eine neue Notfallalarmierung im Schwimmbad. Dazu kommen diverse Strassensanierungen und weitere Unterflurcontainer.

Ausgeglichene Rechnung im laufenden Jahr

Erwin Wagner wagt auch bereits eine Prognose für den Abschluss des laufenden Jahrs. «Es sieht gut aus bei den Steuereinnahmen. Aber da noch zwei Monate offen sind, sind die Ausgaben noch nicht klar. Ich bin aber optimistisch, dass wir eine ausgeglichene Rechnung 2018 präsentieren können», sagt er.

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