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Eine lila Wolke zieht über Altnau auf

Im Sommer eröffnen zwei Frauen aus dem Rheintal in der Raiffeisen-Überbauung eine Kita mit Hort. Die Gemeinde und die Schule planen dafür eine Defizitgarantie von je rund 45'000 Franken.
Nicole D'Orazio
Schauen sich den Rohbau an: Sandra Stadler, Vizepräsidentin von Güttingen; Harry Lüthi-Gantenbein, Primarschulpräsident Altnau; Anja Hohengasser, Altnauer Gemeinderätin, sowie die beiden Kita-Betreiberinnen Rebekka Weisser und Debora Santeramo. (Bild: Nicole D'Orazio)

Schauen sich den Rohbau an: Sandra Stadler, Vizepräsidentin von Güttingen; Harry Lüthi-Gantenbein, Primarschulpräsident Altnau; Anja Hohengasser, Altnauer Gemeinderätin, sowie die beiden Kita-Betreiberinnen Rebekka Weisser und Debora Santeramo. (Bild: Nicole D'Orazio)

Jetzt geht es schnell. Am 1. August eröffnet die Kindertagesstätte Leela Wolke mit Hort in Altnau. Rebekka Weisser, die kaufmännische Leiterin, und Debora Santeramo, welche die Pädagogik leitet, bauen die Kita neu auf. «Wir wurden von den zwei Frauen kontaktiert und fanden es ein gutes Angebot», sagt Anja Hohengasser, Altnauer Gemeinderätin Ressort Gesundheit und Soziales, an der Medieninformation am Mittwochnachmittag.

«Von Gesetztes wegen und vom Leitbild her ist die Gemeinde dazu verpflichtet, eine ausserfamiliäre Kinderbetreuung im Dorf zu ermöglichen. Zudem gehört diese zu den Legislaturzielen und sollte bis 2020 realisiert sein», meint Hohengasser.

Petition brachte alles ins Rollen

Vor einem Jahr hatten drei Einwohnerinnen eine Petition, die die Einrichtung eines Kinderhorts forderte, eingereicht (unsere Zeitung berichtete).

«Eine Bedarfsabklärung hat gezeigt, dass sich viele Eltern eine Kita wünschen»

sagt Hohengasser. Man habe sich dann viele Gedanken gemacht, zum Beispiel mit welcher Trägerschaft man eine Betreuung realisieren wolle, wie die Anspruchsgruppen aussehen und wie das alles finanzierbar sei. «Ein Verein wäre auch denkbar gewesen. Doch dann kam das Angebot von Leela Wolke.»

Kita muss mit einer Übergangslösung starten

«Wir haben Ende März den Mietvertrag für 300 Quadratmeter in der neuen Raiffeisen-Überbauung unterschrieben», sagt Rebekka Weisser. «Der Standort ist perfekt, da er im Zentrum liegt und der Kindergarten gleich nebenan ist.» Zudem dürfe man den neuen Generationenraum mitbenutzen. Da die Räumlichkeiten des Horts im Haus B im Sommer allerdings noch nicht bezugsbereit sind, fange man übergangsmässig in einer Dreieinhalbzimmerwohnung an. «Auf Oktober sollten wir in unsere Räume zügeln können.»

«Wir planen, rund 30 Kinder täglich zu betreuen und hoffen natürlich, dass das Angebot bei den Eltern ankommt»

sagt Rebekka Weisser. Angenommen werden Säuglinge und Kleinkinder in der Kita sowie Kindergärtler und Primarschüler im Hort. «Wir werden nur über Weihnachten/Neujahr zwei Wochen Betriebsferien haben. Sonst ist die Leela Wolke geöffnet.»

Die beiden Gründerinnen ziehen aus dem Rheintal nach Altnau, wo sie sich den Traum eines eigenen Unternehmens erfüllen. «Ich wollte mich schon immer selbstständig machen», sagt Weisser. Ein Bekannter habe den Artikel über die Petition gesehen und sie darauf aufmerksam gemacht, ergänzt Santeramo. «Für uns hat das gepasst.»

Die Stimmbürger müssen noch zustimmen

Die politische und die Schulgemeinde Altnau unterstützen das Projekt und wollen die Defizitgarantie von 90'000 Franken übernehmen, sicher für die nächsten drei Jahre. «Diese teilen wir uns zur Hälfte», sagt Anja Hohengasser. Das letzte Wort haben allerdings die beiden Gemeindeversammlungen im Mai. «Dass die beiden Frauen bei uns eine Kita eröffnen, ist ein Ding der glücklichen Momente», meint Primarschulpräsident Harry Lüthi-Gantenbein. «Ich wünsche den beiden, dass sie mit vielen Kindern starten können.»

Auch Hohengasser ist mit der Lösung sehr zufrieden. «Natürlich wäre ein Verein möglich gewesen. Aber so ist das Angebot attraktiver und professioneller.» Katrin Seiter, eine der Petitionärinnen, freut sich ebenfalls: «Es ist super, dass das Angebot steht und im Sommer realisiert wird. Ich und andere Eltern sind darüber sehr froh.» Die Kita sei eine Bereicherung für die Gemeinde und mache sie noch attraktiver.

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