Eine Klatsche für die Kreuzlinger Fussballer

Deutlich lehnen die Stimmberechtigten der Stadt den Bau eines Kunstrasenfeldes im «Döbeli» ab. Die Enttäuschung bei der AS Calcio und beim Stadtrat ist gross.

Urs Brüschweiler
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Daniele Scardino, Vizepräsident der AS Calcio analysiert mit Stadträtin Dorena Raggenbass das enttäuschende Abstimmungsresultat. (Bild: Andrea Stalder)

Daniele Scardino, Vizepräsident der AS Calcio analysiert mit Stadträtin Dorena Raggenbass das enttäuschende Abstimmungsresultat. (Bild: Andrea Stalder)

Edmilson konnte nicht helfen. Der brasilianischer Fussballweltmeister von 2002, freundschaftlich verbunden mit der AS Calcio, war bis kurz vor der Verkündung des Abstimmungsresultates im Rathaus zugegen. Die langen Gesichter erlebte er aber nicht mehr mit. 1872 Kreuzlinger schrieben Nein auf ihren Stimmzettel. Nur 1424 sagten Ja zum 2,85 Millionen-Kredit für den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes im Gebiet Döbeli. Als Stadtpräsident Thomas Niederberger die Zahlen verlas, ging ein Raunen durch die Menge. Es ist eine Klatsche für den ambitionierten Fussballverein, der sich dringend eine verbesserte Infrastruktur wünscht. Marcus Meloni, Präsident der AS Calcio, ist frustriert: «Unsere Integrationsbemühungen werden in der Bevölkerung offenbar nicht wertgeschätzt.» Er werde sein persönliches Engagement überdenken. Die Vision des Vereins mit einer riesigen Jugendarbeit sei in Frage gestellt, wenn man die Kinder nach Hause schicken müsse, weil zu wenig Platz da ist.

Jetzt soll ein Naturrasenfeld her

Vizepräsident Daniele Scardino und Stadträtin Dorena Raggenbass nahmen die Niederlage besonnen auf. Der ökologische Aspekt habe den Ausschlag gegeben, waren sich beide einig. Sie wollen nun rasch an die Realisierung eines neuen Projekts, mit einem Naturrasenfeld an selber Stelle. «Das ist besser als nichts, aber wir haben das Winterproblem nicht gelöst», sagt Daniele Scardino.

Horte werden ausgebaut

Applaus gab es bei der Bekanntgabe der Abstimmungsresultate für den Ausbau der «Schule mit Tagesstrukturen». Beim Stadt-Beitrag sagten 2067 Bürger Ja und 1237 Nein. Die Erhöhung des Zuschusses der Primarschule wurde mit 2067 Ja- zu 1209 Nein-Stimmen genehmigt. Vizeprimarschulpräsident Markus Blätter freute sich sehr. Man werde mit Vollgas an die Umsetzung gehen. Im April folgten bereits zwei Vorlagen für den Ausbau der nötigen Räumlichkeiten.