Eine Jugendherberge für Arbon? Ein schlechter Rettungsplan für das Hotel Metropol

Zur Diskussion steht an zwei Orten in der Stadt die Eröffnung einer Jugendherberge. Die Idee ist nicht neu.

Markus Schoch
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Aus dem Hotel Metropol soll eine Jugendherberge werden: Der Wunsch dürfte ein Wunsch bleiben.

Aus dem Hotel Metropol soll eine Jugendherberge werden: Der Wunsch dürfte ein Wunsch bleiben.

(Bild: Max Eichenberger)

Sie liegen beide am See, ihre Zeit ist abgelaufen und viele Arboner können sich nicht damit abfinden, dass Schluss sein soll. Das Hotel Metropol ist seit über drei Jahren zu und soll zwei Wohntürmen Platz machen. Die Tage der «Wunderbar» sind voraussichtlich Ende Jahr gezählt. Das Abbruchgesuch liegt derzeit öffentlich auf. Die Eigentümer möchten das Grundstück neu überbauen.

In beiden Fällen steht die Eröffnung einer Jugendherberge zur Diskussion. Bauzeichner/Unternehmer Gustav Maurer hat die Idee fürs «Metropol» vor ein paar Wochen in der Lokalzeitung ins Spiel gebracht, wo er auf einer ganzen Seite seine Vision der Entwicklung von Arbons Stadtmitte ohne die beiden geplanten Hochhäuser der HRS darlegte.

Die «Wunderbar »soll einem Neubau weichen.

Die «Wunderbar »soll einem Neubau weichen.

(Bild: Max Eichenberger)

Bei der «Wunderbar» war es Stadtpräsident Dominik Diezi selber, der in Bezug auf den vorgesehenen Neubau davon sprach, eine Jugendherberge oder ein Backpacker-Hotel mit einem attraktiven Gastroangebot wären aus touristischer Sicht an dieser Lage wünschenswert.

Die evangelische Kirchgemeinde hatte die Idee auch schon

Nur: Die Gedankenspiel bleiben wohl Gedankenspiele. Denn auf die Idee mit der Jugendherberge ist schon die evangelische Kirchgemeinde gekommen, als sie unlängst darüber nachdachte, wie sich die Räumlichkeiten des ehemaligen Alters- und Pflegeheims an der Romanshornerstrasse nutzen lassen.

Das ehemalige Alters- und Pflegeheim der evangelischen Kirchgemeinde.

Das ehemalige Alters- und Pflegeheim der evangelischen Kirchgemeinde.

(Bild: Max Eichenberger)

Kirchenpräsident Robert Schwarzer war an die Verantwortlichen der Schweizer Jugendherbergen gelangt mit der Frage, ob sie allenfalls Interesse hätten, das Haus zu übernehmen. Diese winkten jedoch ab, erinnert sich Schwarzer. «Mir wurde gesagt, die Region habe kein Entwicklungspotenzial.» Kommt dazu, dass es in Romanshorn bereits eine Jugendherberge gibt, die als C-Standort klassifiziert ist - schlechter geht es nicht.