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«Die Chance, den kleinen HC Thurgau zu einem grossen Erfolg zu führen»

Fast ein Jahr lang haben Headcoach Stephan Mair und der HC Thurgau auf diesen Moment hin gearbeitet. Am Freitag um 19.45 Uhr steigt in Pruntrut das alles entscheidende Spiel im Playoff-Viertelfinal gegen den HC Ajoie. Die Thurgauer reisen mit Vorfreude in den Jura.
Matthias Hafen
Lange Gesichter auf der Ajoie-Bank: Der HC Thurgau überrascht im diesjährigen Playoff positiv. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 6. März 2019)

Lange Gesichter auf der Ajoie-Bank: Der HC Thurgau überrascht im diesjährigen Playoff positiv. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 6. März 2019)

Ein Sieg fehlt noch, dann steht der HC Thurgau im Playoff-Halbfinal. Die siebte Begegnung mit dem HC Ajoie wird über Weiterkommen oder Saisonende entscheiden – für beide Teams. Während dem Qualifikationszweiten Ajoie das Wasser bis zum Hals steht, reisen die siebtplatzierten Thurgauer gelassen zur «Belle» in den Jura. «Normalerweise hasse ich lange Carfahrten», sagt Assistenzcoach Beni Winkler. «Aber diesmal freue ich mich richtig darauf.» Er spricht damit wohl auch für die Fangemeinde des HCT, die sich trotz Liveübertragung im Fernsehen (ab 19.25 Uhr auf MySports One) zahlreich ankündigt in Pruntrut.

Mit einem «super Gefühl» reist auch Headcoach Stephan Mair in den Jura. «Wer hätte schon gedacht, dass wir Ajoie über sieben Spiele fordern werden», sagt der Südtiroler. «Nun können sich die Spieler ihr schönstes Geschenk selber machen. Das siebte Spiel einer Playoff-Serie ist eine einmalige Chance.» Einmalig, weil man das in einer Karriere normalerweise nicht oft erlebe.

Looslis Herzenswunsch zum Abschied

Für die entscheidende Partie spürt Mair grosse Zuversicht. «Die Mannschaft hat all die Widrigkeiten aus Spiel sechs nicht zum Anlass genommen, um aufzugeben.» Während vor einem Jahr gegen Olten im sechsten Spiel kaum mehr Gegenwehr da gewesen sei, «haben sich die Spieler heuer bis zuletzt aufgeopfert», so Mair. «Und Ajoies Ausländer sind platt, das hat man am Mittwoch gesehen.»

Die Jurassier spüren den HCT schon ganz unangenehm im Nacken. «Wir haben uns in der Serie dreimal zurückgekämpft», sagt Michael Loosli. «Und jetzt haben wir die Chancen, den kleinen HC Thurgau zu einem grossen Erfolg zu führen.» Für Loosli, der nach dieser Saison zu Rapperswil-Jona in die NLA wechselt, ist es ein Herzenswunsch, den HC Thurgau zum Abschied noch in den Halbfinal zu führen.

Ohne Hollenstein und Steinauer

Doch es gibt nicht nur die guten Gefühle vor dem alles entscheidenden Spiel in Pruntrut. Der vorbildliche Einsatz der Thurgauer forderte ihre ersten Opfer. Stürmer Fabio Hollenstein fehlte mit einem verletzten Innenband am Bein bereits im sechsten Spiel und wird auch im siebten nicht zum Einsatz kommen. Er war besonders bei der knappen 2:3-Niederlage nach Verlängerung vor fünf Tagen in Pruntrut ein wichtiger Faktor in Thurgaus vierter Linie. Zudem fällt für das entscheidende Viertelfinalspiel auch Verteidiger Joel Steinauer aus. Er erlitt am vergangenen Mittwoch einen Fingerbruch aufgrund eines Schusses an die Hand.

Trotzdem ist HCT-Trainer Mair guten Mutes. «Genau für solche Momente haben wir in den letzten Qualifikationsspielen noch Varianten ausprobiert.» Zudem zeigt die Best-of-7-Serie gegen Ajoie, dass die Thurgauer in der Tiefe besser besetzt sind als ihr Gegner. Und was jetzt kommt ist sowieso Kopfsache.

Vier verschiedene Topskorer machen Ajoie das Leben schwer

Der gelbe Helm des Topskorers ist im Schweizer Eishockey weit mehr als ein Werbegag der Postfinance. Nicht wenige Spieler orientieren sich auf dem Eis am auffälligen Kopfschutz oder dem gelben Rücken des Trikots. Für die Thurgauer etwa gilt: Dort, wo es gelb leuchtet, ist Ajoies Philip-Michael Devos. Diesbezüglich hat der HCT einen grossen Vorteil gegenüber den Jurassiern. Bei Thurgau trugen in dieser Viertelfinalserie bislang vier verschiedene Spieler den gelben Helm – und vor allem in jeder Begegnung jemand anders: zuerst Cody Wydo, dann Léonardo Fuhrer, Kenny Ryan, wieder Fuhrer, nochmals Ryan und zuletzt auch noch Michael Loosli. Das macht es für die Gegenspieler wesentlich schwieriger, als wenn immer der gleiche Spieler das Topskorer-Tenue trägt. Beim HCT ist heute wieder der Amerikaner Wydo an der Reihe. Seine drei Tore und sechs Assists bilden zum jetzigen Zeitpunkt die Playoff-Bestmarke der Swiss League. (mat)

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