Eine der letzten freien Landflächen in Kurzrickenbach soll überbaut werden

Auf der «Rüütiwise» in Kurzrickenbach soll eine Überbauung entstehen. Die Verantwortlichen stellten das Projekt der Bevölkerung vor.

Stefan Böker
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Hier soll die geplante Überbauung entstehen: Blick vom Seeparkkreisel auf die «Rüütiwise» in Kurzrickenbach.

Hier soll die geplante Überbauung entstehen: Blick vom Seeparkkreisel auf die «Rüütiwise» in Kurzrickenbach.

(Bild: Stefan Böker)

Rund 70 Wohnungen in drei Gebäuden plant die Messmer Immobilien und Beteiligungen AG auf der «Rüütiwise» – mit viel Grün, öffentlichen Fusswegen und Tiefgarage. Die Wohnblöcke stehen um einen Innenhof gruppiert, in dessen Zentrum ein grosser Baum Schatten spendet. Im Norden soll eine Schallschutzwand den Strassenlärm der Seetalstrasse blockieren.

Hier soll die geplante Überbauung entstehen

«Innen wie aussen», sagte Stadtrat Ernst Zülle an der Infoveranstaltung am Dienstagabend im Centro Italiano, «eine hohe Wohnqualität.» Um diese zu garantieren, sei das Gebiet mit Gestaltungsplanpflicht belegt. So kann das Projekt von der Regelbauweise abweichen, wenn es gute Gründe dafür gibt. Zülle sagte:

«Das ist hier der Fall, weil das Projekt auf die historische Bausubstanz Rücksicht nimmt.»
Ernst Zülle, Stadtrat.

Ernst Zülle, Stadtrat. 

(Bild: PD)

Die Stadtbildkommission habe den Gestaltungsplan bereits mit «sehr gut» beurteilt.

Zur Tiefgarage gelangen die neuen Mieter über die Bleichestrasse, zeigte Architekt Dario Viola aus Wil auf. Auch er betonte die hohe Wohnqualität, dank privat nutzbarer Vorgärten für die Erdgeschosswohnungen, dem lärmgeschützten Innenhof oder lichtdurchfluteter Wohnungen. Raumplaner Christoph Brugger aus Frauenfeld erklärte den Anwesenden, welche Sondervorschriften der Gestaltungsplan unter anderem festlegt. So dürfen die mit Flachdächern gebauten Häuser 15 Meter hoch sein, das ist 1,80 Meter mehr, als es die Regelbauweise erlaubt.

Separates Projekt für die Renaturierung des Chogenbachs

Katja Bissegger vom Departement Bau informierte über die Freilegung des Chogenbachs. Das westliche Flussbett bekommt eine durchgängige Mauer, auf Höhe des Baugebiets eine Uferböschung. Für die Renaturierung sei ein separates Projekt nötig. Bissegger ist auch für weitere grosse Projekte in Kurzrickenbach zuständig, etwa die Sanierung der Bleichestrasse oder das Bauprojekt auf der südlichen «Rüütiwise».

Auch ein Vertreter der Landbesitzerin aus Sulgen war anwesend und konnte auf Fragen regieren. Diese zielten auf den Schattenwurf der Gebäude, die Wärmeversorgung, den erwarteten Zusatzverkehr und die geplante unterirdische Trafostation ab.

«Der Verkehr im Quartier ist furchtbar»

ärgerte sich eine Frau. «Die Trafostation soll direkt vor unsere Schlafzimmer, das gefällt mir nicht», sorgte sich ein Mann.

Bis 13. März haben Anstösser Zeit, sich zum Gestaltungsplan zu äussern. Ihr Feedback soll berücksichtigt werden, damit bei der Auflage möglichst wenig Einsprachen eingehen. Auf Grundlage des Gestaltungsplans können die Landbesitzer ihre Bauprojekte ausarbeiten, welche dann öffentlich aufliegen.

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