Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Abschied nach 8 Jahren: Alain Bahar machte mit seinem Kämpferherz Karriere beim HC Thurgau

Alain Bahar war nie ein Grosser des HC Thurgau. Aber der 28-Jährige war stets ein Wichtiger. Der Eishockeyspieler konnte überall eingesetzt werden, wo sein Kämpferherz gebraucht wurde. Jetzt führt sein Weg zum EHC Arosa.
Matthias Hafen
Alain Bahar hat am viertmeisten Spiele aller je für den HC Thurgau auflaufenden Spieler absolviert. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 2. Oktober 2018)

Alain Bahar hat am viertmeisten Spiele aller je für den HC Thurgau auflaufenden Spieler absolviert. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 2. Oktober 2018)

Auch Legenden haben ihre Ablaufzeit. Nicht in den Herzen der Fans, aber auf dem Spielfeld. Für Alain Bahar ist am Ende dieser Saison der Punkt gekommen, den HC Thurgau zu verlassen. Ganz freiwillig tut das der 28-jährige Braunauer nicht. Gerne hätte er eine neunte Saison mit dem NLB-Club aus Weinfelden angehängt. Doch nach 363 Spielen, 30, Toren, 37 Assists und 187 Strafminuten ist seine Zeit beim HCT abgelaufen.

Bahar ist ein Opfer der positiven Entwicklung beim HC Thurgau. Die Mannschaft wurde in den vergangenen Jahren besser und besser. Am Ende musste der Routinier, der als Verteidiger sowie als Stürmer eingesetzt werden kann, permanent um einen Platz in der Aufstellung kämpfen. Gewiss, nach sieben Saisons mit jeweils 40 Einsätzen und mehr waren die lediglich 16 Qualifikationsspiele im vergangenen Winter auch einer langwierigen Adduktorenverletzung geschuldet. Dennoch gehörte Bahar zuletzt nicht mehr zu den spielbestimmenden Kräften im HCT.

«HC Thurgau ein grosser Bestandteil meines Lebens»

Neu war diese Situation für den 28-Jährigen nicht. Seit seinem Wechsel von Winterthurs Nachwuchs zu den Elitejunioren des HC Thurgau im Jahr 2010 war er einer für die hinteren Linien. Das beschränkte Talent machte der 1,77 m grosse und 82 kg schwere gelernte Stürmer mit seinem grossen Kämpferherzen wett. Wenn man sich im schnelllebigen Eishockeygeschäft auf etwas verlassen konnte, dann auf den hundertprozentigen Einsatz Bahars.

Die grosse Karriere blieb ihm zwar verwehrt, doch für den HC Thurgau war er eine Identifikationsfigur. «Der Club war ein grosser Bestandteil meines Lebens», sagt Bahar. «Ich kann nichts Negatives über diese Zeit sagen.» Selbst als es sportlich nicht gelaufen sei, habe er viel gelernt. Der erstmalige Halbfinaleinzug«» nach 21 Jahren in diesem Frühjahr sei das Tüpfchen aufs i gewesen, «und ein guter Zeitpunkt, um zu gehen», so Bahar. «Für die acht tollen Jahre möchte ich mich bei der HCT-Familie bedanken.»

Offizielle Verabschiedung in der Güttingersreuti

Bahars Zeit beim HCT geht zu Ende, seine Eishockeykarriere nicht. Der Thurgauer hat für die kommende Saison bei Arosa unterschrieben, das in die MySports League aufgestiegen ist. Das Sommertraining bestreitet er aber noch beim HCT. Und in der Güttingersreuti, seiner Heimat in den vergangenen neun Jahren, wird Bahar noch offiziell verabschiedet. Dies an einem der ersten HCT-Spiele im Herbst 2019.

Sohn von SRF-Reporter Stefan Figi wechselt zum HC Thurgau

Nebst Alain Bahar bekommen weitere bisherige Spieler für die Saison 2019/20 keinen neuen Vertrag mehr beim HC Thurgau. Goalie Tim Bertsche, hinter Janick Schwendener und Nicola Aeberhard die Nummer drei zwischen den Pfosten, gibt seinen Rücktritt vom Spitzensport bekannt und fokussiert sich auf die Goalieausbildung beim EHC Frauenfeld. Zudem ist der HCT nicht an einer Weiterverpflichtung von Stürmer Kenny Ryan interessiert, was dem Amerikaner bereits so mitgeteilt wurde. Dass sich Eric Arnold einen neuen Club suchen muss, stand schon länger fest. Ebenso, dass Michael Loosli (zu Rappperswil-Jona/NLA), David Rattaggi (zu Basel/MySports League) und Yannick Hänggi (zu Winterthur) den Club wechseln. Während die Vertragsverlängerung mit Center Patrick Brändli um ein weiteres Jahr Tatsache wurde, stattete der HC Thurgau auch drei hoffnungsvolle Talente mit einem Vertrag aus. Das grösste Potenzial dürfte Stürmer Sascha Figi besitzen. Der 21-jährige Sohn des aus dem Schweizer Fernsehen bekannten Sportreporters Stefan Figi, spielte die vergangenen drei Saisons in Übersee. Für die Atlanta Capitals sammelte er in der Juniorenliga in 54 Spielen 96 Skorerpunkte (44 Tore, 52 Assists). Zuletzt, in zwei Jahren für die Fitchburg State University in Massachusetts, kamen in 54 Spielen 86 Skorerpunkte zusammen (46 Tore, 40 Assists). Verteidiger Marcel Huber (19)ist ein Eigengewächs und macht den Schritt von den HCT Young Lions, wo er Captain war, in die Swiss League. Der 19-jährige Verteidiger Claude Schnetzer wechselt von Klotens Elitejunioren zu Thurgau. (mat)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.