Eine Bühne, auf der niemand auftrat

Die Romanshorner Hafenbühne ist sanierungsbedürftig. Jetzt klärt die Stadt die Möglichkeit einer Umnutzung ab.

Chiara Arba
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Die Hafenbühne in Romanshorn verkommt.

Die Hafenbühne in Romanshorn verkommt.

Bild: Reto Martin

Gedacht war die Hafenbühne für Vereine oder Künstler, die an einem prominenten Standort entlang der Flaniermeile ihre Talente zur Schau stellen sollten. Ziel war eine Belebung des Hafens. Doch jegliche Unterstützung blieb aus. Die Bühne wurde kaum genutzt, obwohl sie kostenlos zur Verfügung stand. Bereits zwei Jahre ist sie mittlerweile im Werkhof eingelagert. Sie blieb dort auch über die Sommerzeit.

Nach dem Bau vor etwas mehr als fünf Jahren war man noch optimistisch gewesen. Marc Sway weihte die Bühne ein und lockte rund 2000 Personen. Nach der Eröffnung ging die Nachfrage aber stark zurück. Die Bühne besitzt kein Zubehör – weder Verstärker noch Musikanlage. Einige führten die mässige Nutzung darauf zurück, dass die Auftritte der Künstler zeitlich begrenzt wurden, oder dass die Stadt für allerlei Auftritte Vorderhand eine Bewilligung ausstellen muss.

Die Stadt überlege sich derweil, die Bühne ganz von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Der Entscheid sollte bis Ende Jahr 2019 gefällt sein.

Gute Neuigkeiten von der Stadt

Nach so einer langen Einlagerungszeit müssen die Sitzmöglichkeiten und die Bühne saniert werden. Die Bänke werden für etwa 1200 bis 1500 CHF aufgefrischt und wiederverwendet. Sie sollten Anfang Sommer auf dem Gelände am Hafen aufgestellt werden, damit unter anderem die Spaziergänger und Bewohner von Romanshorn darauf verweilen können.

«Ein Effort, die Bühne am Leben zu halten, würde sich nicht lohnen.»

Das sagt Stefan Krummenacher, der für das Stadtmarketing zuständig ist. Ein solches Projekt würde angesichts der Nichtnutzung der letzten Jahre auch keinen Sinn machen.

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