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Eine anspruchsvolle Rede für Walter Schönholzer am Hiläri

Regierungsrat Walter Schönholzer war von der Bürgergemeinde als Ehrengast geladen und hielt kurz vor Mitternacht seine Rede. Ihm gefiel die Atmosphäre am Bürgertrunk. Dass Frauen am Anlass nicht zugelassen sind, sei Tradition und nicht verwerflich, sagt er.
Sabrina Bächi
Bürgerpräsident Adrian Heer unterhält sich mit Regierungsrat und Ehrengast Walter Schönholzer. (Bild: Andrea Stalder)

Bürgerpräsident Adrian Heer unterhält sich mit Regierungsrat und Ehrengast Walter Schönholzer. (Bild: Andrea Stalder)

Walter Schönolzer, wie hat Ihnen die Atmosphäre am Hiläri-Bürgertrunk gefallen?

Sehr gut. Es ist eindrücklich, dass über 300 Personen einer 160-jährigen Tradition folgen und damit ihrer tiefen Verbundenheit mit dem Wohnort Ausdruck verleihen.

Was hat Sie beeindruckt?

Der 95-jährige Eugen Alder, welcher topfit das Hiliäri-Lied des wohl grössten Thurgauer Männerchors dirigierte.

Was haben Sie zum Hauptt­hema Ihrer Rede gemacht?

Die Bundesratswahlen und Departementsverteilung, die «kleinen» Probleme des Thurgaus im Vergleich zu den grossen weltweiten Herausforderungen und dann die aktuellen «Sorgen» der Gemeinde Märstetten mit farbigen und falschplatzierten Hydranten, der bevorstehende Wechsel im Gemeindepräsidium und dass es immer regnet, wenn ein Mitglied der Regierung die Gemeinde Märstetten besucht.

Ist es Ihnen leicht gefallen, diese Rede zu verfassen?

Es ist eine anspruchsvolle Rede und wird nicht einfach so aus dem Ärmel geschüttelt. Andere Reden fokussieren in der Regel auf ein einziges, fachliches Thema und dies ist schon ein grosser Unterschied.

Wie viel Zeit haben Sie dafür aufgewendet, die Rede zu schreiben?

Viel, habe aber über Weihnachten das Zeitgefühl etwas verloren.

Wie sehen Sie das, dass Frauen nicht am Bürgertrunk teilnehmen dürfen?

Das ist Tradition und für die Märstetter Frauen sicherlich auch kein Problem.

Kann man es als Volksvertreter verantworten, an einen Anlass zu gehen, an dem frauenfeindliche Sprüche zur Normalität werden?

Es ist immer eine Frage des Masses, des Anstandes sowie einer gewissen Selbstironie. Ich habe den Hiläri als tollen Anlass und nicht als frauenfeindlich erlebt. Die Männer sind sich sehr wohl und genau bewusst, was sie an den Frauen haben.

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