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Eine andere Sicht auf die Kreuzlinger Schulaffäre

Die Freie Liste bezieht Stellung zur Untersuchung über den Schulpräsidentenrücktritt.
Urs Brüschweiler
Das Kreuzlinger Schulpräsidium. (Bild: Donato Caspari)

Das Kreuzlinger Schulpräsidium. (Bild: Donato Caspari)

Ende Juni hatte die Untersuchungskommission zum Rücktritt von Schulpräsident René Zweifel einen Teil ihres Berichts veröffentlicht. Die Freie Liste, welche eine Überprüfung der damaligen Vorgänge verlangt hatte, hat nun eine Stellungnahme verfasst. «Die Kreuzlinger Schulbehörden haben auf der Schul-Homepage ihre eigene Interpretation als Medienmitteilung aufgeschaltet und dabei den für sie schmeichelhaften Titel gewählt: ‹Kreuzlinger Schulbehörde weitgehend entlastet›. Es ist aufschlussreich zu wissen, dass die Untersuchung von der Schulbehörde mitbestimmt und bezahlt wurde», heisst es einleitend.

Den unvoreingenommenen Lesern erscheine der Bericht allerdings in einem anderen Licht, glaubt die Freie Liste. Die Freistellung des Präsidenten sei «nicht rechtmässig» gewesen, stehe im Bericht. Die Kommission schreibe auch, sie habe «keinerlei rechtliche Verfehlungen des Schulpräsidenten festgestellt». Sie stelle in Frage, dass der Umgang mit René Zweifel menschlich korrekt war. Einiges sei ihm «zu Unrecht sehr negativ ausgelegt» worden, wird in der Stellungnahme weiter aus dem Bericht zitiert. Auf der gleichen Seite listet die Kommission fünf Behörden-Aktivitäten auf, die sie als «naiv», «nicht korrekt» oder «ungeschickt» bezeichnet.

René Zweifel hatte die Mängel erkannt

Bemerkenswert seien weitere Schwachpunkte in der Behördenarbeit, die gemäss Bericht beseitigt werden müssen. Es handle sich dabei um «Schwächen der übernommenen Strukturen». Unter anderem empfehle die Kommission, die Kommunikation und die Information zu optimieren. «Mehrere dieser Mängel hatte schon René Zweifel erkannt, seine Optimierungsvorschläge wurden aber von den Schulbehörden abgewiesen», schreibt die Freie Liste. Zusammenfassend stelle man fest, dass der Untersuchungsbericht etliche Mängel in der Führungs-, Zielsetzungs- und Evaluationskultur der Schulbehörden aufzeigt. Dies sei für deren künftige Arbeit sehr wichtig und wegweisend.

Hoffnung auf neue Kommunikationskultur

Als Fazit hofft die Freie Liste nun, dass die beiden Schulbehörden unter der neuen Präsidentin Seraina Perini die erwähnten Mängel beheben und dank einem neuen Informationskonzept künftig offen kommunizieren werden. (red)

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