Eine Alp im Appenzellerland und ein «Örgeliflicker» sind Themen am Amriswiler Museumssonntag

Am Amriswiler Museumssonntag am 1. März bieten die drei Institutionen ein abwechslungsreiches Programm.

Manuel Nagel
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Amriswil Kommenden Sonntag öffnen die drei Amriswiler Museen wie jeden ersten Sonntag im Monat ihre Türen. Das Schulmuseum Mühlebach zeigt die Dauerausstellung «Fleiss und Schweiss – Vo de Näschi und de Hobli zum textilen und technischen Gestalten».

Im Bohlenständerhaus im Schrofen ist von 14 bis 17 Uhr Werner Frick zu Besuch. Doch Frick ist nicht nur durch seine musikalischen Darbietungen mit der «Kapelle Frickbuebe» bekannt, er hat sich vor allem bei vielen namhaften Musikerinnen und Musiker als «Örgeliflicker» aus Degersheim einen Namen gemacht. Frick machte sich als ehemaliger Maschinenmechaniker mit 53 Jahren selbstständig und gründete 2005 mit seiner Frau die «Werner Frick Akkordeontechnik». Er wird im Bohlenständerhaus nicht nur von seiner Tätigkeit erzählen, sondern auch den Museumssonntag musikalisch begleiten.

Im Ortsmuseum am Palmensteg erzählt Hans Baumann von einer Alp mit Gebäuden nahe der Strasse von Urnäsch auf die Schwägalp, die schon seit über 100 Jahren den Amriswiler Braunviehzüchtern gehört. Baumann hat zum Jubiläum eine Chronik verfasst und weiss viel Spannendes und Interessantes zu dieser Alp und dem Kauf im Jahr 1919 zu erzählen. So weiss man aus alten Dokumenten, dass beim Kauf dieser «Schnäggä-Alp» der Amriswiler Textilunternehmer Joseph Sallmann als Präsident der damaligen Genossenschaft amtete und massgeblich am Kauf beteiligt war. Aber Baumann hat noch viel mehr zu erzählen. Das Ortsmuseum ist bei freiem Eintritt von 14 bis 17 Uhr geöffnet, die Erzählstunde mit Hans Baumann beginnt um 15 Uhr.