Ein Zückerli für den FC Kreuzlingen: Das Umzieh-Problem soll für die nächsten 15 Jahre gelöst werden

Ein Neubau entschärft das Garderobenproblem auf dem Sportplatz Hafenfeld in Kreuzlingen.

Kurt Peter
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Visiere zeigen, wo die neue Garderobe gebaut würde.

Visiere zeigen, wo die neue Garderobe gebaut würde.

(Bild: Donato Caspari)

Die Garderobensituation auf Klein Venedig ist seit längerem angespannt. Nun liegt ein Baugesuch für einen Neubau beim bestehenden Clubhaus auf, welches «langfristig die sehr angespannte Situation im Gebiet Klein Venedig und der Bodensee-Arena zwar entlastet, aber noch nicht umfassend löst», wie Ruedi Wolfender, Leiter Gesellschaft und Liegenschaften, dazu erklärt.

Die Stadt investiert in das Projekt mit Garderoben, Duschräumen, Sanitätsraum, Massageraum, Lager und WC-Anlagen 750'000 Franken.

Einfache Lösung ohne Luxus

«Es ist ein kleiner, aber erfreulicher Schritt vorwärts», sagt FCK-Präsident Daniel Geisselhardt. Es sei, trotz der hohen Investitionen, kein Luxusbau, sondern eine gute Lösung. Mehr Platz habe der Fussballclub aber nicht, da er den bisherigen Garderobenbestand ins neue Gebäude zügle. Bei Meisterschaftsspielen müssten nach wie vor Garderoben in der Bodensee-Arena gemietet werden, meint er.

Für den FC bedeute der Neubau aber Stabilität für die kommenden rund 15 Jahre. Bis dahin werde über mögliche Sportplätze im Gebiet Seezelg entschieden. Das vorliegende Baugesuch ist die Überarbeitung eines Garderobengebäudes aus dem Jahr 2017. Damals seien im Budget 400'000 Franken für die Realisierung in sehr einfacher Bauweise eingesetzt worden, erklärt Ruedi Wolfender.

«Die Baukommission konnte sich für eine solche Ausführung in diesem sensiblen Gebiet nicht durchringen und hat eine Aufwertung verlangt.»

Diese habe aber zum vorgesehenen Preis nicht umgesetzt werden können, deshalb sei der Prozess damals abgebrochen worden, sagt Wolfender.

Auch an Damenfussball gedacht

Inzwischen habe sich die Situation verändert: «Der Zeithorizont für den Erhalt der Sportanlagen auf Klein Venedig wurde vom Stadtrat auf mindestens 15 Jahre festgelegt.» Aber auch die Bedürfnisse des Fussballclubs hätten sich verändert, hält Ruedi Wolfender fest. Mit dem neuen Projekt könnten nun zwei verbandskonforme Garderoben, am unteren Rand der Vorgaben, für die Sportler gebaut werden. «Dazu kommt eine Doppelgarderobe für die 1. Mannschaft mit Massageraum.»

Ausserdem sei die zentrale Toilettenanlage vergrössert worden. Neu im Projekt sei zudem ein separater Lagerraum für die 2. Mannschaft und zwei Schiedsrichtergarderoben, die unter der Woche auch als Sportgarderoben genutzt werden könnten. «Diese sind notwendig, weil ja zunehmend auch Mädchen und Frauen Fussball spielen.» Im Bereich des Technikraums gebe es noch zusätzliche Lagerräume, der Bereich zwischen Clubhaus und Neubau werde überdacht und könne so ebenfalls genutzt werden, erläutert Ruedi Wolfender das Projekt. Daniel Geisselhardt sagt:

«Wir sind glücklich, dass es vorwärts geht, haben aber noch einen wichtigen Wunsch: Die Überdachung der Tribüne.»