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Kommentar

Ein weiser Entscheid von Evangelisch Amriswil im Kampf um einen Baum in Oberaach

Manuel Nagel
TZ-Redaktor Manuel Nagel. (Bild: Donato Caspari)

TZ-Redaktor Manuel Nagel. (Bild: Donato Caspari)

«Es ist ja nur eine Föhre», könnte man sagen – zumal diese zwar gesund, aber nicht geschützt ist. Doch so einfach ist das nicht mehr in Zeiten, in denen eine junge Schwedin namens Greta zur Ikone einer Bewegung geworden ist.

Geht es um Bäume und deren Bewohner, betrachtet man die Angelegenheit nicht immer nur rational. Da sind auch Emotionen im Spiel. Und wer einen gesunden Baum in einer Siedlung fällen lässt, darf nicht mit positiven Reaktionen rechnen.

Ob die Behörde von Evangelisch-Amriswil solche Überlegungen angestellt hat, ist nicht bekannt. Aber der Entscheid, den Baum neben dem alten Pfarrhaus in Oberaach stehen zu lassen, ist sicher ein weiser. Schliesslich will die Kirchenvorsteherschaft in naher Zukunft mit ihrem Projekt für ein neues Kirchenzentrum vors Volk.

Es könnte knapp werden, jede Ja-Stimme zählt. Deshalb kann es sich die Behörde nicht leisten, nach dem Widerstand vor fünf Jahren gegen einen Begegnungsraum und ein neues Pfarrhaus das Verhältnis zu den Oberaachern erneut zu strapazieren – und im dümmsten Fall wegen eines einzigen Baumes ein Bauprojekt über acht Millionen zu gefährden.

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